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Sonntag, 7. Dezember 2014

Die linke Hand


Es war einmal eine linke Hand, die keiner verstand.
So zog sie sich zurück, und suchte ihr Glück,
In anderen Dingen, wie dem Singen.
Auch im Tanzen suchte es sie, doch fand es nie.

Aber sie gab nicht auf, wollte höher hinauf,
Blieb sehr rege, und ging neue Wege.
Ging bis an die Weltenränder, in fernste Länder.
Selbst dort, war kein anderer Ort.
Gefüllt mit Pein, schlief sie dann ein.

Träumte vom Kriege, und kämpfte sehr viel,
Doch erkannte die Liebe, als einziges Ziel.
Sie erwachte, und lachte.
Und fand im Lieben, endlich ihren Frieden.

10.12.2014 Entwanderer


Das ist übrigens meine dritte(!) Zeichnung bzw. Bild, die ich seit ich lebe, oder allerspätestens nach meinem 7. Lebensjahr, je mit der linken Hand gezeichnet habe. Die Proportionen gelangen auf Anhieb ohne jegliches Hilfsraster. Bis auf eine Winzigkeit am Mittelfinger - der genaue Betrachter erkennt es - war auch keinerlei Radieren notwendig. ;-)

Haha, ich hab das toll hinbekommen und bin stolz auf meine linke Hand. Es freut mich, bei mir selbst dadurch anzukommen.

Samstag, 14. Juni 2014

Auf dem Weg zum Mann: Das Handwerk

Nachdem ich nun viel mit Ernährung zu tun hatte, lernte, wie ich brav meinen Gemüsebrei essen kann, wird es Zeit, erwachsen(er) zu werden. ;-)

Aufgewachsen mit der rechten Hand, obwohl ich Linkshänder war (d.h. praktisch alles mit rechts getan) lebte ich ein Computer-Dasein. Später kam das Naturinteresse hinzu, auch mal Gärtnern. Dann mal Stricken. Irgendwie sehr weiblich.

Aber so richtig handwerken, mal richtig männlich, das wollte nachgeholt werden. :-P

Ein Umzug war Anlass und Inspiration zugleich, hier tief einzusteigen. Denn es muss und mag einiges renoviert werden.

Werkzeuge geordert, Urlaub und los...

Ich habe die Tage zum einen einen guten alten Massivholztisch, vermutlich aus Buche, mit meinem tollen, neuen Schwingschleifer abgeschliffen, danach mit Leinölfirnis und Orangenöl eingeölt und mit Carnaubawachs gewachst. Sieht nicht nur wieder toll aus der Tisch, sondern riecht jetzt auch noch angenehm. 

Dann habe ich einen kleinen Tisch komplett selbst gezimmert und dabei verschieden Techniken angewandt - Schleifen, Schrauben, Dübeln, Sägen.  Damit konnte ich so meine Werkzeuge ausgiebiger mit einem Kleinprojekt testen.

Dafür, dass ich sonst praktisch nie mit Elektrowerkzeugen hantiert hatte, bin ich auf das Ergebnis sehr stolz. Künftig werde ich Möbel aber wohl komplett dübeln. Ich erwäge, mir alle - bzw. viele Möbel selbst zu bauen, evtl. auch gebrauchte Massivmöbel zu restaurieren/umzubauen.

Dank seiner größe kann er sowohl als Tisch wie Stuhl dienen. Aktuell steht er im Eingangsflur, um dort als Ablage zu dienen. Er muss noch geölt und gewachst werden. Die Füße hatte ich bereits vorgeölt, da noch vom anderen Ölen ein Rest übrig blieb und verbraucht werden sollte und wollte.


Sonst war ein Zimmer sehr renovierungsbedürftig und sollte daher mein Expriment-Zimmer für Farben, etc. werden. Letztlich habe ich hier bisher nur meine ersten Tapeten entfernt, die tlw. sehr schwer abging, da mehrlagig. Insbesondere die Ur-Tapete, so nenne ich sie mal, die schon um die 50 Jahre dort hing, war sehr zäh.

Als ich dann testweise eine Kasein-Grundierung auftrug, zeigte sich, dass diese ebenso hervorragend geeignet war, um die bombenfeste Tapetenreste auch noch vollständig zu entfernen.
Beim "normalen" Tapetenentfernen habe ich etwas herumprobiert. Letztlich habe ich die Tapete vertikal in ca. 15-20cm Abständen mit einem Cutter-Messer (auch ugs. Teppichmesser) angeritzt, danach mit einem Wischmop das Wasser, dem ich einen Spritzer Geschirrspülmittel beifügte (reduziert die Oberflächenspannung des Wassers, dann löst es besser die Tapeten ab) auf die Tapeten aufgetragen. Einwirken lassen (was automatisch geschieht, wenn man eine Wand macht und danach wieder nässen. Das ganze je nachdem ca. 3-4 mal wiederholen. Die Tapete löst sich dann tlw. schon von selbst von der Wand. Dann habe ich die geschnittenen Streifen leicht von unten nach oben abziehen können.

Danach habe ich Stellen, an denen der Putz weggebröselt war oder beim Tapetenabzug abbröselte, verspachtelt. Anschließend habe ich die Kaseingrundierung aufgetragen und letzte Tapetenreste entfernt. Die Grundierung ist erst im halben Raum aufgetragen, mehr folgt die Tage.

Mein toller Akkuschlagbohrschrauber hatte auch mit dem Rührquirl keinerlei Probleme um Spachtel und Grundierung anzurühren.

Im Garten habe ich bereits etwas Unkraut aus Blumenbeet und "Baumbeet" entfernt.

Achja, ich hab noch meine ersten Steindübel platziert... und mit dem lieben Akkubohrer auch mühelos in den Stein gebohrt, auch mit abgeschaltener Schlagfunktion funktionierte es bereits sehr gut.

Mit übriger Spachtelmasse habe ich auch noch die vielen alten Dübelöcher, Löcher vielzähliger entfernter Nägel, gefüllt. Die Wohnung war davon regelrecht übersäht, wie man auch über und unter meinem Holzkleider-Aufhang sehen kann. Ja, ich mag das Holz...

Mittwoch, 19. März 2014

Die Kraft der Stille

Die innere Stille gibt Dir die Kraft, mühelos achtsam zu verweilen.
Sie ist die Quelle Deiner (kreativen) Eindrücke.

Der innere Sturm schwächt Dich und lässt Dich erblinden.
Er ist die Quelle Deiner unachtsamen Zerstörung.


Bist Du im Sturm und willst Du zurück zur Stille finden,
sorge für äußere Stille, damit Du den inneren Sturm besser hören kannst.
Dann gehe in den Sturm. Werde Sturm. Werde sanft. Werde Stille.

Samstag, 1. März 2014

Ist es notwendig die Gründe und Ursachen von Emotionen oder Verletzungen herauszufinden?

Ich habe vor nicht all zu langer Zeit im Beitrag Schokolade als Wegweiser über eine Methode berichtet, um stecken gebliebene Emotionen, Blockaden zu lösen, indem wir unsere Aufmerksamkeit darauf richten und die Emotionen so reaktiviere, erleben, durchleben, verarbeiten und so letztlich auflösen.

Gestern fragte mich eine Freundin, ob es denn wichtig sei, den Grund der Emotionen zu erkennen, damit man die Emotionen mit "Verständnis" verarbeiten kann, ob dies nicht gar Voraussetzung dafür sei.

Die Antwort darauf ist eindeutig und einfach: NEIN.

Im Gegenteil, die Suche nach dem Verständnis kann nämlich bestenfalls nur guten Unterhaltungswert bieten, sonst ein reines Ablenkungsmanöver darstellen, einen Grund zu finden, den Schmerz, die Emotionen nicht vollständig zuzulassen, solange man ja noch nicht "alles verstanden" hat. Dieses Problem mag dann auftreten, wenn man glaubt, für das Erleben der Schmerzen einen "guten Grund" zu brauchen. Oder andere Ausreden. Einfach sich (sich selbst an)vertrauen und zulassen... bringt die Lösung.

Es gibt hier nichts zu verstehen. Blockierte Schmerzen haben ihre Wurzel nicht Kopf, nicht in Gründen sondern im Bauch. Gedanken aus dem Kopf, dem grauen Brei in der Birne, können lediglich bestimmte Emotionen und Blockaden anstupsen. Man sagt dazu auch "Knöpfe" drücken. Das ist letztlich nichts anderes, als die Emotionen wieder in Fahrt zu bringen. Wenn dies jedoch geschieht, leiten wir nicht all zu selten "Gegenmaßnahmen" ein - Ablenkungen aller Art. Oder wir steigern uns noch tiefer hinein, machen aus Fliegen Elefanten und speisen mit all diesen Methoden im ungünstigsten Fall die Blockade.

Daher ist es lediglich notwendig, die Schmerzen bzw. Gefühle einfach zuzulassen. Es kann sogar sein, dass man sich als reiner Beobachter erfährt. Da liegt der Körper, weint, wimmert... unscheinbar... oder es laufen lediglich in der Stille die Tränen, der Körper zuckt... es kann sehr subtil in kleinen, kaum bemerkbaren Päckchen ablaufen.

Ja, so einfach ist das. Die größte Herausforderungen für einen jeden dürfte tendenziell jene sein, die Emotionen einfach zuzulassen. Einfach zulassen. Lassen. Man könnte auch sagen, die Emotionen los zu lassen. ;-)

Dienstag, 18. Februar 2014

Game Over - New Game

Wer bis jetzt mein "Game-Over"-Video noch immer nicht gesehen hat, sollte es spätestens jetzt noch nachholen. ;-)

Das alte Spiel ist vorüber. Ein neues beginnt.

Durch intensive Prozesse, die in einigen spirituellen Beiträgen zuletzt auch hier ihren Ausdruck erfuhren, hat sich einiges in mir gelöst.

Ich habe gelernt, innere Verletzungen und Wunden anzusehen. Ich habe gelernt sie zu lösen. Ich habe gelernt zu vergeben, loszulassen.

Ich habe mir eingestanden, misshandelt worden zu sein. Hingeschaut.
Und bemerkt, wie ich mich selbst weiter misshandelte, dieses und andere Spiele fortsetzte.

Es gab eine Zeit, da sah ich vieles klar, sah in anderen Menschen viel Selbstzerstörung und Oberflächlichkeit, Verdrängung, Abwendung. Irgendwann wurde ich nach und nach, schleichend, ohne es direkt zu registrieren auch so langweillig und doof.

Weil die Gedanken allein nutzen nichts. Wissen ist nutzlos. Wenn man es nie anwendet. Es verdirbt. Übrig bleibt nichts. Im Gegenteil, es wird noch weniger. Aus Wissen und Weisheit wird Dummheit und Verwirrung.

Die Welt hat sich verändert. Ich habe mich mehr kennen gelernt. Wieder kennen gelernt?  Oder erstmals so sehr kennen gelernt? Es spielt keine Rolle. Ich bin mir nahe.

Habe entschieden, mich nicht weiter zu verstecken. Masken abgelegt. Mehr zu mir gestanden. Ein neues Fundament in mir aufgebaut.

Heute war ich wie in einem billigen Schöne-Welt-Film. Die neue Innenwelt spiegelt sich tatsächlich total im Außen. Zwar hat mich ein derber Infekt erwischt, das ist der alte Schmerz und Dreck, der ausläuft und ausheilt, aber beim Gang zum Arzt und zurück hatte ich sehr... unglaubliche Begegnungen und Wahrnehmungen, als wäre ich in einem neuen Leben. Ich bin in einem neuen Leben. Ein neues Spiel, mit ganz anderen Leveln.

Neue Umgebung, neue Gegner, neue Rätsel. Geiles Game.

Das alte ist abgespult. Ausgekackt, ausgepisst. Weggeworfen. Verbrannt.

Ich habe das klagende Kind hinter mir gelassen. Der Reife mehr Eintritt gewährt.

GAME OVER!

Der alte Scheiß ist vorbei. Da ist neue Scheiße ggf. ganz OK. ;-)

NEW GAME!

Oh ya Baby, ich  meine es ernst und zeige Zähne! Und ich beiße...





Sonntag, 16. Februar 2014

Würzige Stimmung im Raum verbreiten

Man(n) ist das schön würzig!
Auge und Nase verwöhnt.
Ich hab mir da neulich so ein ... Duftöl-Raum-Erfüller-Dingsbums... eben dieses Keramikgefäß, in das man ein Teelicht stellt und entzündet, und das Duftöl in die Luft "verdampfen" lässt, besorgt.

Heute hatte ich den spontanen Einfall, frischen Knoblauch draufzulegen, um für mal etwas andere Würze zu sorgen.

Das Ergebnis hat meine Nase nach erheblichen Zweifel und reiner Freude am Experiment überraschend mehr als nur überzeugt.
Eine schön würzige Note streichelt meinen Geruchssinn.

Die Knoblauchzehen-Stücke sind dabei sehr knusprig geworden. Wenn ich zuvor das alte Öl rausgeputzt hätte, vielleicht einen Knabber-Versuch wert.


Wer den Geruch von Kräuter-Knoblauch-Baguetts schon liebte, wird hier nur einfach göttlich verwöhnt.

Nachahmung ausdrücklich empfohlen!
Und Pflicht, hier dann davon zu berichten!

Der Weisheit letzter Schluss

Endlich, das neue Film-Studio ist fertig! ;-)



Der Abspann, weil er so schön ist, nochmals separat und markant: