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Dienstag, 8. Mai 2012

Erste Schritte zum selbstgefertigten Laufschuh

Als ich im Sommer 2011 mit dem Laufen begann, wollte ich möglichst natürlich, d.h. Barfuß unterwegs sein. So wagte ich mich mit nackten Füßen nach draußen zum Lauf auf Asphalt. Der erste Kilometer war sehr interessant, leichtes Pieksen da und dort, aber insgeheim schien es zu funktionieren. Nach dem zweiten Kilometer änderte sich das aber zunehmends und die bisher zarte Fußsohle war rundum mit einem Brandgefühl erfüllt. Den Rückweg trat ich daher "etwas" langsamer an... Hauptsache ankommen. ;-)

Danach machte ich mich an die intensivere Recherche bezüglich Barfußlaufen und stieß auch auf sogenannte "Barfußschuhe" wie den Nike Free. Den probierte ich dann im Laden auch an, hatte aber den Eindruck, dass dieser Schuh nicht lange halten würde und klapperte weitere Schuhläden ab, bis ich im Adidas CC Ride einen meinen Füßen besonders zuträglichen Barfußschuh fand. Während der Recherche stieß ich auch auf "Huaraches", selbstgebastelte Minimalschuhe, denen ich damals aber keine Beachtung schenkte.

Das sollte sich ändern, als ich ab November 2011 nur noch Barfuß im Haus unterwegs war und vereinzelt eine kleine Barfußrunde im Gelände lief, unabhängig von den Temperaturen, naja fast: solange 0°C nicht unterschritten wurde. Als ich immer mehr auch teilweise auf Geröll und Schotter spazierte, war der Gedanke geboren, Socken mit aufgenähter Ledersohle anzufertigen, um auch darauf "Barfuß" laufen zu können.

Zur Umsetzung kam es nie, die "Huaraches" im Internet erregten jedoch nunmehr meine Aufmerksamkeit. Erst durch ein paar motivierende, antreibende Worte einer Freundin wagte ich dann endlich, mein handwerkliches Geschick herauszufordern.

Der Prototyp I
Dickes Rindleder wurde bestellt und daraus inspiriert von den vielen Variationen von "Huaraches" eine eigene Variante hergestellt. Der erste Lauf war begeisternd... Barfußlaufen, nur kein böses Pieksen mehr, wenn ich auf Steinen unterwegs war. Dass ich damit aber von guten Langstreckenschuhen, die auch auf längeren Schotterstrecken geeignet sind, noch weit entfernt war, war mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst.
Prototyp I im
Wettkampf erprobt
Später sollte sich sonst noch herausstellen, dass bei nasser Witterung sich das Leder mit Wasser aufsaugt und schwer wird. An der Schnürung tüftelte ich viel herum, sie schien anfangs die größte Herausforderung zu sein. Und dann ging es auch auf einen Wettkampf über 10km, wo die Schnürung sich als zu lose herausstellte und ab einigen Kilometern die Schuhe nicht mehr fest genug an den Fußsohlen saßen und dadurch beim Laufen auf den Boden klatschten, sodass ich mich nicht vollständig auf das Laufen einlassen konnte. Immerhin kam ich noch mit 45 Minuten ins Ziel und die Zuschauer waren von meinen "Schuhen" begeistert. Im Ziel stellte ich auch fest, dass es ein paar kleine Aufriebstellen gegeben hatte, die sich aber in kleinen Grenzen hielten.

Der erste Prototyp sollte als Namensgeber für meine hergestellten "Laufschuhe" dienen: Laufleder. Weitere Prototypen und blutige Erlebnisse sollten folgen. Mehr dazu in Bälde.

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