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Dienstag, 8. Mai 2012

Schneller, blutiger Lauf

Da war nun das Laufleder geboren, die Ersteindrücke bis auf scheinbare Schnürungsprobleme positiv, aber ich hatte sogesehen keine Vernünftige Grundlage, um einschätzen zu können, wie toll es nun denn tatsächlich war. Die Lust, weitere Materialien zu testen, war geboren.

Prototyp II klebt förmlich am Fuß
Sogar mit ordentlich Profil ;-)
Als sich bei den Hausschuhen meines Bruder die Sohlen, ähnlich wie die typischen Birkenstocksohlen, nur etwas weicher, lösten, nahm ich das zum Anlass die Schuhe zu "schlachten", indem ich die Sohlen unten mit einem Messer ablöste, diesmal testweise mit einer dicken, elastischen Schnur einschnürte und mir sogleich lustvoll um die Füße band. Prototyp 2 war geboren. Die Sohlen waren ein Stück zu lang, ich sah das aber nicht als Behinderung an, was sich später jedoch anders herausstellen sollte.

Die Enden lies ich dran, da
bisher der Fuß auf der Sohle
erfahrungsgemäß während des
Laufens gerne mal leicht
verrutschten kann
Und nicht viel später konnte ich es kaum erwarten, damit einen ersten Lauf zu wagen, ein Lauf in die April-Nacht hinein. Über Feldweg, Schotter und Stein fühlte ich mich merklich besser aufgehoben als in den Ledersohlen, die Sohlen saßen bombenfest an den Füßen und ich flog nur so dahin. Letzteres mag auch an der guten Tagesform gelegen haben, ich hatte jedenfalls das Gefühl mühlelos in rekordverdächtigem Tempo meine Hausstrecke zu laufen. Wie verrückt schoss ich über den Boden hinweg, doch da, bei einem Übergang von Feldweg zu Asphalt blieb mir irgendwie die Sohle vorn und/oder der Zeh hängen un ein kurzer, fester Schmerz durchzog meinen linken Zeh.

Die Verletzung als gering einschätzend, lief ich ohne anzuhalten weiter, genoss den weiteren Lauf und kam begeistert wieder zu Hause an. Der Zeh sah übler aus, als es tatsächlich war, aber das Foto musste sein. ;-)
Wer schön sein will, äh, wer
einen neuen Laufschuh
entwickeln möchte, muss
leiden

Bereits nach diesem ersten Lauf war die Sohle stark an die Fußform angepasst. Das Material war sehr biegsam, ich auch mit heftigem Tempo gelaufen. Jedoch blieb ein Kiesel inmitten der Sohle stecken und hatte sich fast durchgebohrt.

Nach nur zwei weiteren Läufen später sollte sich jedoch herausstellen, dass die Sohlen durchgelaufen waren. Am Hauptverschleißpunkt am Fußballen war nur noch eine Papierdünne Schicht übrig geblieben. Prototyp II war somit schon wieder gestorben, hatte mir aber gezeigt, dass es noch deutlich angenehmer zu laufen geht, als mit dem Laufleder. Und so wurde die Lust und Neugier nach neuen Materialtests besonders groß... ein weiterer Prototyp sollte bald folgen...

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