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Montag, 12. November 2012

Das Ende des Grauen

Wie vor geraumer Zeit berichtet, hatte ich mit einem Burn-Out zu kämpfen und den starken Verdacht auf Nebennierenüberlastung geäußert. Der konnte jedoch durch entsprechende Tests nicht bekräftigt werden.

Es stellte sich heraus, dass ich einen Eisenmangel entwickelt hatte, sowohl Eisen im Blut wie das Speichereisen Ferritin (der dabei entscheidende Wert) waren deutlich unter den Grenzwerten.

Da ich jedoch viel Eisen in Form von tierischen Produkten zu mir genommen hatte, hat entweder chronischer Stress mehr verbraucht, als nachlieferbar war, oder es lag an Problemen der Resorption, was ich auch eher vermute (wobei Stress die Verdauungsfähigkeit ohnehin herunterfährt und somit auch daran beteiligt gewesen sein dürfte).

Störende Faktoren waren, dass ich in der Zeit zuvor mir täglich selbstgemachten Ziegenjoghurt herstellte und genoß (einen ganzen Liter und mehr). Der andere war ein relativ häufiger Eier-Konsum. Beide sind dafür bekannt, die Aufnahme von Eisen zu hemmen. Da beides praktisch die ganze Zeit über ständig im Verdauungstrakt vorhanden war, spricht vieles dafür. Wobei auch hier der Stress antreibend war, mir ständig diese Joghurt-Mengen hinein zu schaufeln. (-;

Die Hauptursache des Burn-Out an sich war es aber mit Sicherheit nicht, da ich auch schon vor Jahren noch viel schlimmere Zustände erlebt hatte, wo die Eisenwerte alle i.O. waren.

Ich lasse jetzt noch ein paar andere Werte beim Endokrinologen prüfen, um zumindest das wichtigste (Schilddrüse, Nebennierenrinde, ...) überprüfen zu lassen.


Meine recht nüchterne, stärkste Vermutung was die Ursache dahinter angeht, geht wieder auf "Stress" zurück. Besseres Stress-Management kann dabei hilfreich sein. Eine wohl viel zu unbekannte und unterschätzte Stressquelle kann die Tatsache sein, im Alltag, Tagein, Tagaus die eigenen Bedürfnisse zurückzuschrauben und Ihnen nicht die nötige Aufmerksamkeit zu schenken - stattdessen mit Ausreden sogar noch Argumente gegen eigene Bedürfnisse zu finden. Hier setze ich gerade an und bin dadurch angenehm entspannter. Natürlich bewirken bestimmte Nahrungsmittel, Getreide allen voran auch Stress im Körper, weshalb man mit Ernährung hier auch unterstützend eingreifen kann.

Ergebnisse? Die heißhungerartige (Stress-?)Fresserei ist seit Monaten verschwunden. Ich habe ein deutliches Sättigungsgefühl, dass sich nicht gern überschreiten lässt. Und ich erlebe sehr kreative, schöpferische Tage.

Seit ein paar Tagen bin ich wieder in Ketose gekommen - und befinde mich noch in der Umstellungsphase. Weil richtig wohl fühle ich mich damit noch nicht. Wobei andererseits die Nachwirkungen des Burn-Outs ein Grund sein könnten. Mir ist tlw. schwindlig und ich bin müde. Da dies häufig bei Umstellung auf Ketose berichtet wird, warte ich erst mal ein Weilchen ab. Nur bei meinen letzten Ketose-Erfahrungen gab es dieses Problem gar nicht.

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