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Samstag, 24. November 2012

Wieder in Ketose geschnuppert - doch mehr Kraft?

Ich befand mich bis vor wenigen Tagen mal wieder in Ketose für etwa 1,5 Wochen. Da ich mich kulinarisch unzufrieden empfand, aß ich wieder mehr Obst. Zum einen die mürbe und somit essbar gewordenen Mispeln im Garten, zum anderen nutze ich die aktuelle Kaki-Saison und habe darin gerade mein Standard-Obst gefunden.

Nun, wie war die Ketose im Rückblick?


Wie jedes mal, kündigte sie sich mit deutlichem Trockengefühl im Mund an, sodass man sich überhaupt nicht bemühen muss, um 3 Liter Wasser am Tag zu trinken. Es war durchaus so, dass ich nach ein paar Stunden ohne Trinken einfach so gemütlich mal einen Liter Wasser trank, ohne das Gefühl gehabt zu haben, mich zu überfüllen. Es war genau richtig.

Sonst stellte sich eine gewisse Ruhe bei mir ein, die Haut wurde durch das viele tierische Fett besonders zart und weich. Ghee stellte sich als verdächtig negativ heraus, erst als ich diesen dann doch wieder absetzte, ging es mir schlagartig besser - freiere, luftigere Wahrnehmung - oder Nasen(neben)höhlen. ;-)

Unregelmäßig und spontan machte ich meine Gymnastik und merkte, dass ich tatsächlich mehr Ausdauer hatte. Ich bekam auch Lust auf schweres Gewicht und kramte die 12 kg Hantel heraus, mit der ich einarmig jeweils gut 20 gemächliche Wiederholungen mit Arm nach oben Strecken und einziehen schaffte.

Laufen war auch sehr entspannt. Insgeheim ging der Umstieg doch recht gut. Wobei man häufig zu hören bekommt, dass man mindestens mal 4 Wochen durchziehen sollte, um "richtig" in Ketose zu sein.

Als ich nach Tagen aber dann irgendwie das Gefühl hatte, dass mir was fehlte - Vitamine? - ließ ich meiner Obst-Schlemmerei freien Lauf. Da ich gerade leihweise am 80/10/10 Buch von Graham lese, passte das ohnehin hinein. Wobei ich dieses Buch sehr kritisch lese, da es unverkenntlich nebst wertvollen Anregungen meiner Meinung nach mit fanatischen Idealen verschmolzen scheint, wie sich das leider häufig im veganen Rohkostbereich finden lässt. Der gute Wille mit Realitätsverlust?


Die Idee war, das 80/10/10 ruhig mal auszuprobieren und vielleicht phasenweise in meine Ernährung einzubauen. Die bisherige Essenz die ich persönlich aus dem Buch entnehmen durfte, war, dass pflanzliche Fette schlecht sind, auch Olivenöl. Einzig der Kokosnuss gestehe ich noch positives zu, bleibe aber auch bei Ihr kritisch. Da Graham Fette per se schlecht redet, sind ihm die Wirkungen tierischer Fette natürlich nicht wirklich bekannt, oder er nimmt sie nicht ernst genug.

Jetzt bin ich schon knapp eine Woche drin, dachte, ich mach ruhig auch vegan, solange mich kein rohes Fleisch anspricht, was sich bei der aktuellen Kälte aber schon nach einem Tag änderte, als ich am Bio-Rindfleisch vorbeiging und mir das Wasser im Mund zusammenlief. Gekauft, abends völlig roh verzehrt. Wow. :-)

Der Zuckerstoffwechsel soll ja insgeheim bei intensiven Belastungen mehr Kraft und Leistung bringen, als der Fettstoffwechsel. So auch meine Erwartung, dass eben ersterer der bevorzugte ist, zweiterer dann eher die Notvariante. Jedoch schaffte ich die 20 Hantelwiederholungen nur ein einziges mal mit größter Mühe. Sit Ups schaffe ich gerade mal halb so viel und bekomme Muskelbrennen. Es scheint viel eher (oder überhaupt) Milchsäure in meinen Muskeln gebildet zu werden. Evtl. verlangt mein Körper noch etwas Umstellungszeit. Oder das viele Obst (ca. 1,5kg täglich) übersäuert mich?

Meine bisher sich gehaltene Rekordzeit auf 10 km, nämlich 39:45, bin ich vor wenigen Monaten auch in Ketose gelaufen. Ich bin etwas überrascht. Weil es ja eigentlich anders herum sein sollte.

Ich beobachte erst weiter, bevor ich hier ein Urteil fälle. Gebe dem ganzen also noch etwas Zeit und Variation....

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