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Dienstag, 25. Dezember 2012

Kleidung selbst herstellen und bearbeiten - einen Schal stricken, einen Wollpullover verstärken

Zum naturnah ausgerichteten Leben gehören nicht nur hochwertige, unbehandelte Lebensmittel, auch andere Bestandteile des Alltags wollen darauf ausgerichtet sein. Die Kleidung spielt dabei eine starke Rolle der Identifikation. Sie selbst herzustellen, ist etwas ganz besonderes. Also wollte ich den Einstieg in die Welt der Kleiderherstellung wagen.

Bereits im letzten Winter begann ich damit, mir die Kunst des Strickens wieder zu eigen zu machen, die vor vielen Jahren in der Grundschule im Vergleich zum Häkeln doch eher in negativer Erinnerung geblieben war. Ich strickte zu eng oder zu weit, hatte Probleme gleichmäßige Maschen zu machen.

Letzten Winter gab ich dem eine neue Chance, besorgte mir reine Wolle (Eine 50/50 Mischung aus Merino und Angora) und begann meine ersten Versuche. Nach einer Weile hatte ich die Grundlagen heraus, löste das Übungsobjekt noch einmal auf und entschied mich, einen Schal aus ausschließlich rechten Maschen zu fertigen, da ich mit dem abwechselnden hin- und her nicht konsequent war und mir keine zu großere Herausforderung stellen wollte. ;-)

Ein Rechteck stricken sollte nicht so schwer sein. Und die lange einseitige Wiederholung würde mir einen guten, soliden Einstieg bieten, die Technik ins Blut übergehen zu lassen. Oder zumindest etwas ins Blut. Leider gelang es mir nicht, den Schal letzten Winter rechtzeitig fertig zu stellen, die Motivation war als ich mich bereits im letzten Viertel des Strickwerks befand, verflogen, der Schal in Vergessenheit geraten, ein neuer Sommer angebrochen.

Vor wenigen Wochen holte ich ihn wieder hervor, begab mich wieder in den Kampf mit dem Strickwerk. Und bezwang ihn bald. Das Rechteck war geschaffen. Jetzt fehlten nur noch Qasten an den Enden, deren Herstellung motivierende Abwechslung bot. Fertig. Vor dem ersten Schnee. Wenige Tage später, sollte der Schnee fallen. Und heute an Weihnachten uns Frühlingswetter mit Sonne und Temperaturen über 13°C überraschen. Geeignet, mal ein paar Fotos vom Schal zu machen. ;-)


Mein Yakwollen-Pullover vom letzten Jahr bekam am Ellenbogen ein Loch - wohl vor allem vom Aufstützen des Ellenbogens. Von zäher Baumwolle ungewohnt, sind andere Materialien schnell mal durch. Zu "Heilig Abend" in den späteren Stunden entschloss ich mich auch noch diesem Kleidungsstück anzunehmen,  ihm einen Flicken aus Leder zu verpassen - handgenäht - und schon war der Pullover ein Stück mehr ein Teil von mir. Etwas ganz persönliches. Etwas mit Geschichte, meiner Geschichte. Und das Gefühl, etwas


In Zukunft überlege ich, erwäge ich, mir evtl. mal eine Hose zu schneidern. Und weitere Kleidungsstücke. Evtl. auch "nur" bereits vorhandene Kleidung an meine optischen wie praktischen Bedürfnisse und Wünsche anzupassen.

Euch eine kreative Zeit.

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