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Sonntag, 13. Oktober 2013

Leckeren, roten Rohkostsaft frisch gepresst

Bei der ganzen Euphorie zu frisch gepressten Säften und Gräsern, wollte ich um rote Säfte bereichern...


Freitag, 11. Oktober 2013

Kasein und Schizophrenie/Selbstbewusstsein

Aus der Schizophrenie-Behandlung ist bekannt, dass die Symptome bei Absetzen von Getreide- und Milchprodukten oft nachlassen bis ganz abklingen.

Bekannt geworden sind in den letzten Jahrzehnten ja auch die Exorphine in beiden, d.h. bestimmte Proteine, die im Körper je nach Verwertung und Darm in den Blutkreislauf und darüber ins Gehirn gelangen um dort an Rezeptoren anzudocken um eine opiate Wirkung auszulösen.

Bei sehr dafür anfälligen Personen kann dies zu mehr oder weniger starken Geisteskrankheiten führen.


Ich selbst stufte mich da hier auch immer als dafür anfälliger Kandidat ein, da ich meinte, die Auswirkungen der genannten Lebensmittel bei mir zu vermerken.

Im Laufe der Zeit, als Getreide und Milch von meiner täglichen Ernährung wegfielen, bemerkte ich eine zunehmende Klarheit im Denken und Fühlen. Ich hatte den Eindruck, viel freier zu sein.

Mein Selbstbewusstsein hat in den letzten Jahren sehr zugenommen.
Ich war in meiner Kindheit rückblickend betrachtet stärker angstgestört, dadurch sehr introvertiert, ja ein extremer Sozialphobiker.


Als ich nun die Tage den Käse in meine Ernährung wieder einführte, zeigte sich nun, dass er nach einigen Tagen, einer knappen Woche bei mir seine Wirkungen auf Denken und insbesondere Fühlen deutlich zeigt.

Ich gewinne den Eindruck, nicht mehr ich zu sein. Ich verschließe mich, ziehe mich zurück. Werde ängstlich. Mein Selbstbewusstsein schwindet analog mit der Fähigkeit zu "Fühlen"!

Heißt, ich verliere mein Gefühl für Empathie, bin generell kaum in der Lage zu fühlen. Verliere meine Ziele, verliere meine Meinung. Bin in den Kopf gezwungen, der Bauch wird abgeschaltet. Der Kopf hat die Aufgabe, ist gezwungen, den fehlenden Part, soweit ihm möglich, auszugleichen, was in keinster Weise natürlich möglich ist.

Ich könnte meinen, ich wäre bezüglich Bewusstsein um Jahre zurückgefallen - bin ich indirekt auch - ich bin wieder im Land der Gefühlsverrücktheit, der Welt des Wahnsinns eingetaucht. Ich fühle mich nicht geerdet, bin wohl ganz sicher "high"!

Da ich nie "High"-Drogen konsumiert habe, weiß ich nicht, ob es ein vergleichbarer Zustand ist, der Begriff selbst trifft es aber hervorragend.

Noch ein klein wenig verspüre ich in mir ein kleines Gefühl. Von Traurigkeit. Ein kleiner Rest vom "Ich" - dass noch weiß, dass es gerade tief, tief, eingesperrt wird in diesem Körper und nichts mehr zu sagen hat.

Der leblose Geist ohne Seele.


Genauso wie sich diese Wirkung eingeschlichen hat, werde ich daran tun, sie wieder auszuschleichen. Käse Adieu!

Mein Fazit: Für ein gesundes Selbstbewusstsein wie die Fähigkeit zu echter Liebe ist Käse tabu!
Getreide wohl ebenso, deren noch stärkeren Exorphine ich gar nicht erst versuchen mag.

Inwieweit die individuelle Anfälligkeit ist, weiß ich nicht.
Bei der allgemeinen Passivheit in unserer Gesellschaft - die mir gerade im abstinenten Zustand besonders und zunehmend auffiel - schätze ich sie aber doch sehr hoch ein.


Viele Grüße aus der Welt des Wahnsinns

Der Entwanderer

Dienstag, 8. Oktober 2013

Ein Schritt weiter im Land der Ketose


Ich habe mir aus Interesse mal wieder Ketostix - Urin-Teststreifen zum Messen von Keton-Körpern - besorgt, um zu sehen, ob die Ketonkörper-Verwertung schon gut funktioniert.

Denn direkt nach der Umstellung werden über den Urin relativ viele davon mangels effektiver Verwertung noch ausgeschieden, das soll sich dann nach und nach bessern, wie ich aus Erfahrungsberichten weiß.

Die erste Messung am gestrigen Morgen brachte zum Vorschein, dass mein Urin wohl frei von Keton-Körpern sei. Ich überlegte schon, ob ich denn noch in Ketose sei. Der KH-Anteil war ja gerade zuletzt sehr gering (< 30g KH/Tag). Der Eiweiß-Anteil schwankend mal relativ hoch. Angeblich soll ja durch extreme Eiweiß-Glykosierung es manchmal Probleme beim Übergang in die Ketose geben, die bei hohem Eiweiß-Anteil auftreten soll.

Da ich aber bereits vor über 6 Wochen in Ketose überging, halte ich das für eher unwahrscheinlich.

Mittags war erneut kein Keton-Körper-Nachweis. Der Streifen zeigte keinerlei(!) Verfärbung.

Am Abend dann jedoch verfärbte sich der Teststreifen minimal, aber für mich eindeutig. Witzigerweise lag der Farbwert zwischen 0 und der geringsten Stufe "Spuren".

Das bekräftigt für mich die Vermutung, dass ich bereits ein toller Ketonkörper-Verwerter bin. Die 6 Wochen gelten auch als guter Maßstab für den ersten großen Schritt und Einstieg, bis die Ketolysefähigkeit weitgehend wieder in Fahrt kommen soll. Wobei natürlich davon abhängig, wie kohlenhydratarm man während der Zeit aß und diese ggf. durch Sport auch wieder verbrauchte.

Ein weiteres Indiz für mich war, dass ich eben auch vor knapp einer Woche kaum bis gar keinen (Heiß)Hunger im üblichen Sinne verspürte, es mir schwer fällt, viel zu essen, wie ich es als "Fresser" und "Stopfer" gewohnt war.

Damit bin ich jetzt einen großen Schritt weiter im Land der Ketose!

6 Wochen Ketose - die Phase des Nichts-Mehr-Essen-Könnens

Interessanterweise hat sich, wie bei meinen Ketose-Experimenten in den letzten Jahren um die ca. 6. Woche eine bestimmte Phase eingestellt, die mir schon wieder entgangen war - und wie ich mich jetzt, wo sie wieder eintritt, daran erinnernd auch der Mitgrund war, warum ich an diesem Punkt meist wieder damit aufhörte.

Mir schmeckt "nichts" mehr. Ich habe keinen richtigen Hunger mehr. Kann kaum mehr große Mengen essen, kann nicht mehr pausenlos alles in mich hineinschaufeln. Alles wird mir zuwider. Nur kleine Mengen gehen. Mich munkelt, das sind "normale" Mengen. Ich war sonst ja eher der Stopfer und Fresser schlechthin. Süßes würde wohl eher noch in größerer Menge (reingestopft) gehen, aber genau das ist der Knackpunkt weshalb ich damals damit aufhörte. Ich aß dann relativ viel Süßes, mir wurde dann tatsächlich schlecht davon (was ich für gewöhnlich gar nicht habe, erst in der Ketose wird wieder ein Sättigungsgefühl auch mit Süßem wieder bei mir möglich), aber nach einigen Tagen ging das langsam... man konnte es eher steigern auch widerwillig und vorbei war die Ketose-Phase.

Dieses mal weiß ich, soll es anders laufen. Auch wenn aktuell tagsüber der Hunger fast ausbleibt, und ich, da ich gerne wenig bekleidet in kaum beheizten Räumen mich aufhalte und tlw. fröstle, weil ja irgendwie nicht Wärme-Energie nachkommt... dann esse ich eben nichts. Sollte das den Körper etwas abbauen, nehme ich das in Kauf. [Interessanterweise ist mir jetzt ein paar Tage später ungemein warm, trotz des wenigen Essens]

Nach den 6 Wochen scheint bei mir die Ketolyse in vollem Gange zu sein und diesen Effekt hervorzurufen.

Ich gehöre zu jener Personengruppe, die z.B. eine Tafel Schokolade wie eine Scheibe Brot einfach so essen können (oder bis vor der Ketose konnte). Nie ein richtiges Sättigungsgefühl haben, bei Wettessen gute Chancen haben. Erst aufhören, wenn nichts mehr da ist, oder eben das Essen im Extremfall schon wieder die Speiseröhre hochgedrückt wird (damit meine ich nicht Kotzen, sondern einen krankhaft überfüllten Magen).

Nach Wolfgang Lutz, der auch eine Low-Carb-Therapie entwickelt hatte und die Erfolge mit einigen wissenschaftlichen Ansichten zu klären versuchte, ging davon aus, dass die zu vielen KH den Hormonhaushalt durcheinander bringen. Wie es scheint eben, je nach Alter Konstitution, Ernährungs- und Sportgewohnheiten, vielleicht auch die "böse" Veranlagung (ich denke eher an vererbter Degenerationserscheinungen in der westlichen, modernen Welt) tritt diese Hormonstörung schon früher auf, beeinflusst demnach auch die Steuerung für Appetit und Hunger oder schaltet diesen eben ab, ebenso Ekelgefühle wegen zu viel Essen.

Heute, nach etwa 6 Wochen Ketose scheint sich womöglich genau dieser Punkt hormonell auch zu beruhigen.

Und ich kann mir vorstellen, das gerade an diesem entscheidenden Punkt, der erfordert, dass man sich die Fresserei abgewöhnt, anstatt mit Ketose aufzuhören, viele abbrechen dürften. Ich hatte ja "Angst", ich würde zu wenig essen... noch mehr Energie verlieren (die Umstellung macht anfangs ja auch erst mal etwas müder, aber zumindest auf einem stabilen Level, anstatt starken Schwankungen)... dann weg sein.

Dienstag, 1. Oktober 2013

Wilde Pilzpfanne

Als ich neulich auf Pilze von Parasol und Wiesenchampignon stieß, konnte ich nicht widerstehen, mir eine tolle Pilzpfanne zu gönnen. Vielleicht langweilig, aber eine Erwähnung ist der Lückenfüller dennoch wert. Und weiter mit Ketose geht es ebenso.


Mittwoch, 25. September 2013

Besuch der Kunstausstellung von Ryoji Ikeda in Duisburg

Ich war neulich mit zwei Freunden in Duisburg eine Kunstausstellung der besonderen Art in Duisburg besuchen.

Mit meinem Steinzeit-Handy habe ich ein paar Fotos geschossen und gar ein kurzes Video aufgenommen. ;-)

Die Wirkung inmitten des Kunstwerks war gigantisch.

Ich fühlte mich dort wie ein abstrakter Energiepunkt, der durch Raum und Zeit schwebt.
Losgelöst von allem.

Samstag, 21. September 2013

Gehirn auf ein zweites...

Nachdem mein damaliger Kostversuch eines Gehirns negativ ausfiel, es sich damals aber um u.a. zuvor gefrorenes Gehirn handelte, habe ich einen zweiten Anlauf mit Frischhirn gewagt... und er ist geglückt.

Donnerstag, 19. September 2013

Ketose-Experiment - das nächste, lang und intensiv

Nachdem ich nicht so recht aus einer diesjährig länger anhaltenden Schwächelphase kaum herauskommen sollte, beschloss ich einmal wieder den Weg in Richtung Ketose zu gehen.

Jetzt bin ich auch schon wieder über 4 Wochen in Ketose.

Die Umstellung tat mir entgegen häufigen berichten auf Anhieb sehr, sehr, sehr gut. Ich hatte gleich merklich mehr Energie, konnte wieder eine längere Strecke joggen, hatte richtig Power auf dem Fahrrad. Abgesehen davon die angenehme, ruhigere, geistige Klarheit im Denken.

Jedoch kippt das ganze jetzt interessanterweise wieder etwas zurück. Der Kopf ist zwar noch angenehm klar, aber ein Energie-Tief im Körper stellt sich wieder ein.

Vermute daher, dass ich erst in Ketose kam, aber die Zuckerspeicher in den Muskeln noch gefüllt waren und entsprechend nutzbar waren.

Da Ketose über so viele Möglichkeiten, d.h. Fettquellen praktizierbar ist (oder eben nicht), gab es hier schon einige Wechsel.

Anfangs gab es auch viel Kokosfett, von dem ich nach 1-2 Wochen nichts mehr sehen wollte. So musste ich andere Fettquellen erschließen und stieß auf eine gute Quelle an Innereien und Gewebefett, später sollte Knochenmark als Offenbarung hinzu kommen und der Anteil an fettem Fisch steigen.

Der Plan ist, die Ketose nun über viele Monate, 6 Monate, durchzuziehen. Hauptmotivator ist Wolfgang Lutz mit seiner Lutz-Diät. (max. 72g Kohlenhydrate am Tag).
Nach etwa 2 Wochen und 4 Wochen hab ich jeweils gefilmt... schaut rein.



Nach 4 Wochen

Sonntag, 1. September 2013

Rohkostmandelpüree im Bioladen entdeckt

Ein großer "fetter" Eimer
Manelpüree - in Rohkostqualität,
verspricht der Aufdruck


Als ich gestern eine größere Runde mit dem Rennrad drehte, um mich körperlich zu betätigen, kombinierte ich es mit einer kleinen Einkauftour, eigentlich wollte ich mir nur etwas Kokoswasser und evtl. Mandelmus holen, dabei entdeckte ich auf dem Angebotstisch einen großen Eimer Mandelpüree, dabei stach gleich der Schriftzug "Rohkostqualität" ins Auge.

Ein genauer Blick zeigt, dass der
gute Urs hier uns diese gute
Sache ermöglicht. Wie und ob
er gut unter der genannten
Telefonnummer erreichbar ist
habe ich nicht ausprobiert. ;-)
Ein genauerer Blick auf die Rückseite brachte zum Vorschein, das Urs Hochstrasser hier seine Finger im Spiel hatte - was ich lobenswert finde, da er wohl dazu beiträgt, qualitativ hochwertiges Mandelmus, zudem relativ preiswert (1kg/ca. 32,50 €) im großen Vorratseimer, im allgemeinen Handel verfügbar zu machen.

Einzig etwas "fad" ist die Tatsache, dass es sich um ein Plastik-Behältnis handelt, statt dem guten alten Glas, dem ich mehr Gesundheitswert zuschreibe. Ist Plastik denn so "vegan" im Vergleich zum Glas? :-P

Abgesehen davon, dass ich eine vegane Ernährung mittlerweile für langfristig höchst gesundheitsgefährdend einschätze, war das keine so ernst gemeinte Frage.
Solche Kreationen wie auf
der Verpackung abgebildet,
sollten wohl tunlichst
die seltene Ausnahme bleiben
oder bei Suchtgefahr ganz
vermieden werden.

Bei gerade mal 5% Kohlenhydraten, rund 50% Fett und knapp 20% Eiweiß (Gewicht) scheint Mandelmus auf dem Papier ab und wann für ketogene Ernährung eine angenehme Abwechslung zu sein.

Ein erster Geschmacks-Vergleichstest ergab, dass dieses Mandelmus im Vergleich z.B. zum Alnatura Mandelmus (weiß) keinen Röstgeschmack aufweist. Sehr lecker!

Die besten Avocados im regulären Handel

Ich hatte dieses Jahr ab und wann immer wieder mal Avocados gegessen. Früher waren diese für mich ja ungenießbar, erst vor ca. 2 Jahren konnte ich die mit Genuss durch meine Speiseröhre jagen.

Bei meinen Avocado-Einkäufen fiel mir immer wieder die schwankende Qualität der Avocados auf. Wie im Video Gemischte Rohkost auch kurz angeschnitten, bemerkte ich, dass Avocados, bei denen sich unter der Schale ein Luftraum bildet, zu jenen gehören, die alsbald in einen Fäulnisprozess übergehen - ich vermute, dass es sich hiebei um jene handelt, die ein kurzes, heißes Wasserbad abbekommen haben, sich dadurch der Kontakt zur Außenhaut etwas löst und sich langfristig Hohlräume bilden.

Eher zufällig als bewusst bemerkte ich, dass die guten Avocados, die weder Fäule noch Lufträume im reifen Zustand zeigten, immer aus Afrika kamen, entweder Kenia oder Südafrika. Die "Standard"-Avocados aus Peru hingegen sind auch die "Standard-Schrottware" gewesen.

Mein bisheriger Gradmesser ist also - alles aus Afrika war gut und - seit ich auf dieses Merkmal achte - außerhalb fiel mir noch keine richtig gute Avocado auf. Bezogen auf die normalen Supermarkt- und Bioladen-Avocados. Spezial-Rohkost-Versender ausgenommen.

Lasst euch eure guten Avocados schmecken, und fragt ggf. nach welchen aus Kenia oder Südafrika. Und berichtigt mich, sollte euch entgegen meiner "Regel" anderes auffallen. ;-)

Mittwoch, 21. August 2013

Makrele und Kabeljau von "Lachskontor.de" getestet



Meine Bestellung bei
Lachskontor.de
Nachdem ich neulich Fisch von 1afisch.de geordert und getestet hatte und die Vermutung, er wäre zwischendurch gefroren gewesen, hatte, entschloss ich mich mal bei einem Konkurrenten u.a. Makrele und Kabeljau zu ordern.

Hier fiel gleich auf, dass die Augen der Makrelen schon völlig trübe geworden waren, ein meilenweiter (tagelanger) Unterschied zu 1afisch. Er roch auch schon etwas "alt-fischig". Jedoch ließ sich die Wirbelsäule merklich schwerer lösen, das Fleisch war noch fester und flexibler.

Ebenso verhielt es sich beim Kabeljau. Dessen Fleisch war ebenso noch fester und flexibler, aber hatte schon den "alt-fischigen" Geruch.

Im Geschmack war das Fischige auch schon enthalten. Die ersten Bissen waren noch OK, dann widerte es mich doch an.

Die Augen der Makrele waren
schon stark getrübt
Ich schließe daraus, dass bei 1afisch der Fisch zwischenzeitlich zu einem best. Zeitpunkt, vermutlich direkt nach dem Fang auf dem Schiff, gefroren wurde, wodurch die Frische erhalten, aber das Fleisch brüchig wurde. Umgekehrt dürfte bei Lachskontor.de der Fisch nicht oder weniger tief/lang gefroren gewesen sein, dafür aber schon weiter in Richtung Verderb vorangeschritten sein.

Für den Gaumen ist der 1afisch ohne Frage die bessere Wahl und erst einmal meine Referenz was frische Makrelen im hießigen Handel (DE) angeht.

Montag, 19. August 2013

Gemischte Rohkost - ein Salat - eine Sünde!

Hab mal einen Salat gezaubert, und ganz böse sündhaft alles durcheinander gemischt.

Weil ich vergessen hatte, die Kamera auszumachen, hab ich das auch noch alles auf Video.


Samstag, 17. August 2013

"Frischer" Fisch von a1fisch.de getestet - Makrelen und Kabeljau

Nachdem viele Rohköstler 1afisch.de so lobten, hab ich das auch mal getestet, und meine erste "rohe" und "frische" Makrele überhaupt geordert, nebst Kabeljau. Und einem Test unterzogen.

 

Montag, 5. August 2013

Jäger und "Zufalls"-Sammler

Als ich die Tage eine Runde Joggen war, dann aber der Elan fehlte, ging ich darin über, einen entspannten Spaziergang daraus zu machen.

Kurz vor Ende des Ganges fielen kleine Murmeln auf dem Boden in mein Blickfeld. Wie sich zeigte, handelte es sich um weiße Stachelbeeren. Und hopps, schon waren einige davon in meinem Mund gelandet. Hammergeile "Rosinen" unglaublicher Güte! Mit einem Hauch Säure, wie ich ihn früher von sauren Süßigkeiten als kleiner Bengel kannte. Mjamm... mjammm... lecker! Den Ursprung der Früchte suchend, der etwas höher seitlich nebst anderem Bewuchs herausragte, entdeckte ich getrocknete Exemplare der Früchte. Der ganze Strauch hing voll davon.

Ich begann mit dem Sammeln... erwog, zu Hause eine Tüte zu holen... wählte aber den praktischeren Weg, zog mein Laufshirt aus und füllte es mit dem köstlichen Schatz an wilden Trockenfrüchten. Auch am Boden lag noch reichlich.

Freudig erfüllt von meiner Entdeckung stolzierte ich nach Hause, naschte von meinem kostbaren Schatz und gab auch meinen Mitbewohnern etwas ab.



Frankreich erwandert

Ich war neulich erstmalig in Frankreich. Die dünne Besiedlung fiel gleich ins Auge. Mehr wild wirkende Landschaft. Aber auch die Menschen, Häuser... es war wie eine kleine Zeitreise.

Eigentliches Hauptziel war ein Rohkost-Treffen. Die ersten Tage überkamen mich tlw. noch Gedanken, ob es denn eine gute Idee sei, hierher zu kommen. Als ich dann aber auftaute, erwartete mich reger Austausch, herzliche Kontakte, viele neue Eindrücke und Inspirationen.

Ich führte eine kleine Wanderung an, hielt einen Vortrag über's Barfußlaufen, versuchte mich beim Fischen als blutiger Anfänger - leider erfolglos - und genoss das schöne Wetter. Eine himmlische üppige Versorgung mit feinsten, unverarbeiteten, "nackten" Rohkostwaren verwöhnte den Gaumen.

Sonst versuchte ich mich etwas in der französischen Sprache - es sprechen hier wahrlich nur wenige Franzosen die englische Sprache und wenn, oft nur wenige Wörter - passend zur oben erwähnten Zeitreise. ;-)

Ein wunderschöner Frankreich-Urlaub. Dazu ein paar Impressionen meiner Wanderung, bei der wir übrigens unterwegs leckere wilde Pflaumen, Mirabellen wie Sauerkirschen entdeckten und davon naschten.




Mittwoch, 6. Februar 2013

Rund um Vitamin B12-Mangel

Mögliche Ursachen

Vitamin B12 ist ein leidiges Thema, wenn es um vegetarische Ernährung geht, insbesondere bei bezüglich Tierprodukten "strengeren" Formen wie dem Veganismus oder gar vegane Rohkost.

Aber auch generell nimmt es eine zunehmend häufigere Rolle bei Diskussionen ein. Die wären u.a. viel Stress, Nachtleben, Vergiftungen, Entzündungen und andere "Stressbelastungen" für den Körper, die erhöhte Mengen an Vitamin B12 verbrauchen.

Da stellen sich Fragen wie, ob man überhaupt das Defizit überhaupt durch Ernährung ausgleichen kann, wenn man die Nacht durchgehend zum Tag macht, keine regelmäßigen Schlafrhythmen einhält.

Oder ein anderer Punkt - ist der Verdauungstrakt denn noch in der Lage, das B12 überhaupt aufzunehmen. Funktioniert die Resorption (Aufnahme) denn überhaupt oder kommt alles wieder ins Klo? Gerade bei den vielen heute angebotenen künstlichen oder verkünstelten Nahrungsmitteln - z.B. scheinbar "natürliche" Backwaren werden meist auch in der kleinen Dorfbäckerei mit fertigen Backmischungen von großen Zulieferern hergestellt - Profit und Einsparung. Und auch in allen anderen scheinbar "natürlichen Lebensmitteln" lauern Stoffe für andere Konsistenz, bessere Haltbarkeit oder zur Vereinfachung des Herstellungsprozesses, die man sich so wohl weniger gern reinziehen würde. ;-)

Oder Allergien mit erhöhtem Verbrauch, sonstige (Autoimmun-)Krankheiten. Ja auch Gluten soll hier böse sein, gerade der immer zunehmendere Rekordgehalt in Weizen, die Darmwände auf seine eigene Weise soweit malträtieren, dass dieser weder B12 noch andere Stoffe gut resorbieren kann.

Und das ist hier ohnehin eine Problematik - die B12-Mangel-Ursachen sind auch Ursache für weitere, andere Mängel.

Symptome

Die Symptome sind vielfältig - wohl auch, weil ein B12-Mangel häufig mit anderen Mängeln zusammen auftreten kann.

Die typischsten sind meiner Ansicht nach zum einen motorische Störungen - wie z.B., dass sich Spazieren/Gehen seltsam anfühlt, man unsicher im Gang wird, als müsste man es erneut lernen. Oder beim Schreiben... das Schriftbild anders... man merkt die Hand funktioniert nicht so geschmeidig. Und ständig eiskalte Gliedmaßen.

Und zum anderen starke Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, wobei mehr Fokus auf der Konzentration liegt. Wenn logische Abfolgen nicht mehr richtig erfasst werden können, beim Kopfrechnen ständig Blödsinn herauskommt oder man ständig Wortfindungsfehler erleidet. Oder ständig(!) vergissst, was man eben machen wollte, wirr da sitzt...

Vorkommen kann das vereinzelt bei jedem mal, wenn es aber zum Alltag wird, länger anhält... dann ist ein B12-Mangel u.a. möglich.

Diagnostik

Diagnostiszieren lässt es sich "ganz einfach" über einen Bluttest.
Zum einem der allgemeine B12-Spiegel - doch der allein sagt wenig aus.
Es gibt noch sogenannte Begleitfaktoren, die, sollte der B12-Wert eher niedrig sein, bestätigen, dass man tatsächlich wenig B12 intus hat. Denn der B12-Wert allein ist nur eine Bestandsaufnahme, wie viel davon zum Zeitpunkt der Blutabnahme sich im Blut befand, nicht wie viel gespeichert ist oder ob der B12-Stoffwechsel gut abläuft.

Zu diesen Begleitfaktoren gehört z.B. das Homocystein, dass auch ich damals auswählte. (Vor 2 Jahren schon). Dabei handelt es sich um ein Zwischenprodukt im Stoffwechsel, das nicht unbedingt in hohen Mengen im Blut vorkommen sollte. Damit es "abgebaut" wird, benötigt der Körper Vitamin B12. Ist davon tatsächlich wenig vorhanden... sammelt sich Homocystein im Blut.

Ist nun der B12-Spiegel eher niedrig, und das Homocystein stärker erhöht oder noch mehr, kann sehr wahrscheinlich von einem B12-Mangel ausgegangen werden.

Weitere Begleitfaktoren ist die Methyl-Malonsäure oder der HoloTC-Spiegel.

Ich hab jedenfalls vor ca. 2 Jahren B12 und Homocystein testen lassen. B12 lag gerade mal knapp über der Grenze meines Labors (210-910 ng/l), bei 261 ng/l. Und Homocystein war über dem Grenzwert (10 µmol/l) - bei 11,9 µmol/l.

Schon vor der Untersuchung hatte ich mich hierrüber schlau gemacht gehabt. Beim Gespräch mit meinem Arzt meinte er, B12 wäre i.O., bei Homocystein hätte ich gar keinen "Mangel" und grinste freundlich. Dass er dabei völligen Blödsinn erzählte, war ihm wohl nicht klar. Damit zeigte er mir jedenfalls, dass Ärzte auch nicht  unbedingt mehr wissen, als interessierte Laien.

Ich überlegte aber dennoch, ob ich nicht Hypochonder bin, die Werte doch nicht so tragisch drunter und drüber sind und ließ die Sache eher wieder versanden - nahm tlw. vorsorglich B12-Präparate (B-Komplex) ein und das war es auch.

Erst 1,5 Jahre später stieß ich bei erneuter Recherche darauf, dass bereits bei Werten von B12 unter 500 ng/l motorische Störungen auftreten können! Bei erneuter Messung war B12 mittlerweile auf 430 ng/l geklettert, Symptome wie oben aufgeführt verfolgten mich schon seit fast einem Jahrzehnt in intensivsten Ausprägungen. Homocystein war jetzt mit 9,4 µmol/l nur knapp unter dem Labor-Grenzwert (wobei ohnehin die Frage besteht, ob diese taugen - Erfahrungsberichte sind für mich überzeugender). Doch Eisen war jetzt unter den Grenzwerten.

So beschloss ich mir hochdosierte, hochwertige B12-Tablette einzunehmen, bei denen Vitamin B12 in einer Form vorliegt, wie sie über die Mundschleimhaut aufgenommen werden kann - da bei evtl. wie oben erwähnten Problemen im Verdauungstrakt sonst ohnehin nichts davon aufgenommen werden würde. Konkret "Vitamin B12 - Dibencozide 10.000 mcg", was einer Menge von 400.000% (!!!) der empfohlenen Verzehrsmenge pro Tag entspricht. Hab mir die Dinger reingehauen, schmeckten sogar fast natürlich mit ihrem Waldbeeraroma... und wirkten schon nach einigen Tagen regelmäßiger Einnahme. Ich lutschte sie schön langsam, ohne sonderlich was zu verschlucken, drückte sie schön unter die Zunge. Mein ständig schwankender Blutdruck war stabiler, normalisierter, das logische Denken im Kopf verlor seine Wirre und mein Schriftbild war wieder flüssiger. 

Behandlung

Medizinische Behandlung sollte meiner Meinung nach nach Möglichkeit nur bei akuten Zuständen erfolgen. Ich entschied mich dazu, und besorgte mir jetzt - nachdem ich mich ausführlich erkundigt hatte - B12-Spritzen. Gibt verschiedene Vor- und Speicherformen von B12 mit tlw. deutlichen Unterschieden. Daher entschied ich mich für Hydroxocobalamin von PASCOE, die einzige ohne Zusatzstoffe, abgesehen von minimalster Salzmenge. Sollte also am Verträglichsten überhaupt sein. Genauer Wortlaut ist "VITAMIN B12-DEPOT-Injektopas® 1500 µg". Gibt noch ein ähnliches mit anderer B12-Variante, also auf diese Bezeichnung ggf. achten. Achja, ich krieg kein Geld dafür. :-P
Aber ich finde das Produkt gehört gelobt und empfohlen, weil eben kein massig anderer Müll in diesem enthalten ist.

Die B12-Varianten unterscheiden sich einmal von Ihrer Wirksamkeit, dann von ihrer Möglichkeit, im Körper gespeichert zu werden und wie gut sie überhaupt aufgenommen werden können. Letzteres hängt auch damit zusammen, wie/wo  man sich die Spritzen gibt.

Ich entschied mich für intramuskulär (in den Muskel), weil dadurch am meisten aufgenommen wird, gut doppelt so viel wie wenn man es sich subkutan (in die Bauchfalte) spritzt. Soll ja schließlich nicht verschwenderisch sein. 

Spritze, Kanülen, B12-Ampulle
und Desinfektionsmittel
So holte ich mir den 10er-Pack, dazu passend 10 Spritzen á 2ml und 20 dazu passende Kanülen. Achja, Hautdesinfektionsmittel noch und Taschentuch - ersteres stand noch im Haushalt zur Verfügung.

Achja, gibt sonst noch andere Formen wie Cyancocobalamin - das kann der Körper aber nicht vernünftig speichern, man benötigt viel mehr Menge für ne Wirkung und ich fand keinerlei sonderlich gute Erfahrungsberichte hierzu. Daher das Hydroxocobalamin, wobei das Methylcobalamin sich sogar noch einen Tick besser anhört, aber ich fand soweit ich mich entsinne kein passendes Präparat, dass nicht mit allerlei Zusätzen versehen wäre oder mich generell ansprechen wollte.

Da ein Mitglied im Haushalt einer pflegetechnischen Arbeit nachgeht, wo Spritzen Alltag sind, hatte ich auch meinen persönlichen Spritzer. Pieks. Aua. In den Po-Muskel. An der richtigen Stelle.

Beim erstem mal bekam ich innerhalb der folgenden Stunden ein angenehmes Hitzegefühl, das Frösteln in Händen und Füßen nahm merklich ab. War schon komisch, wenn dieses Zeugs in den Muskel gespritzt wird. Fast jedes mal am Anfang ein großes Geschrei... für mich... aber es ging immer schnell und eigentlich schmerzlos... nur in Gedanken malte ich mir übles aus...  da diese Spritze immerhin ca. 3cm(!) in den Muskel gestochen wird.

Und dann wöchentlich immer wieder ein Spritzchen.

Nunja... die Wärme blieb soweit, die motorischen Störungen waren erst mal weg. Die Logik-Abbrüche im Kopf auch. Aber die Vergesslichkeit blieb bestehen. Das Gedächtnis scheint eben noch von anderen Mängeln geplagt zu werden - Mangel oder Zink... oder einem noch nicht entdeckten Nährstoff, wer weiß...

B12 ist jedoch meiner Ansicht nach der kritischste überhaupt, wegen schlimmstenfalls nicht umkehrbaren Schäden.

Als die Hälfte gespritzt war, machte ich unbeabsichtigt eine Pause, meinte, ist jetzt sowieso genug, doch die Symptome wollten mich dann nach Wochen doch nochmal einholen. Spritze. Besser. Der Mangel muss tatsächlich akut sein, wenn diese Mengen schon wieder verbraucht gewesen sein sollten. Immerhin war ich gut 10 Jahre akut im Mangel, da dürften u.a. auch einige Reparaturprozesse in Gang gesetzt worden sein. Aber womöglich schlummert(e) da noch eine chronische Entzündung irgendwo im Körper....


Nunja, wie sonst vorbeugen?
Wie nun getan, habe ich beschlossen, konsequente, Instincto inspirierte Rohkost durchzuführen. Mit strengerem Paläo (keinerlei Milchkram, keinerlei Getreide, auch keinen Reis oder Buchweizen oder anderen Unsinn - ist sonst ja asiatisch und nicht Paläo ;-)) hat man sonst eine Light-Variante davon, die im Vergleich zur Normalkost eine andere Welt darstellt.

Denn problematisch sind eben Faktoren wie (unbekannte) Unverträglichkeiten oder eben generell ein sehr unnatürliches Darmmileu durch menschenungerechte Ernährung.


Mit Nahrungsergänzungsmitteln ständig da und dort auszugleichen ist meiner Meinung nach nur vielleicht in Akutsituationen sinnvoll, auf Dauer keine Lösung, weil wer weiß, welche sonstigen Mängel noch vorliegen.... und nimmt man Nährstoff X hochdosiert ein, hemmt es die Aufnahme oder Verstoffwechslung von Stoff Y usf... es kann nach kurzer Besserung, wennn chronisch konsumiert im noch größeren Desaster enden - fast unausweichlich. Wir wissen nämlich nicht, wie/was/wo unser Körper hier letztendlich braucht. Er soll es selbst entscheiden, und diese Möglichkeit bieten wir ihm, wenn wir ihm das geben, was er von Natur aus fordert, wozu er gemacht ist. Die ihm zugedachte, unverfälschte, natürliche Nahrung und Lebensweise.

Bei mir war das Problem ja auch, dass ich trotz tierischer Produkte, nur langsam den B12-Spiegel anheben konnte, er womöglich immer wieder kippte. Entweder war der Verbrauch aufgrund unbekannter Erkrankung/Belastung ohnehin nicht zu decken, und/oder der Darm nicht in Ordnung und so gar nicht in der Lage, es vernünftig aufzunehmen.

Davon abgesehen, wenn z.B. ein Organ im Körper dabei ist, abzukacken... warum nicht das Organ heilen, anstatt mit den Ergänzungen die Symptome evtl. vorübergehend zu mildern und dann mit nem kaputten Organ dazustehen, ... ach... ich liebe meine Rohkostpraxis.


Achja, die Geschichten von ungewaschenen Wildkräutern und ihren B12-Mikroorganismen bitte nicht so ernst nehmen. Da mag was an B12 drauf sein... doch die Mengen sind so gering... die mögen vielleicht, vielleicht reichen, wenn man überhaupt keinen Stress hat, nicht vorhat, jemals Kinder zeugen zu können und in völliger Freiheit als Menschentier in der Natur lebt. Und nicht einmal dann ist gesagt, dass es reicht. Soweit meine Meinung zu dieser so häufig herum geisternder Meinung.

Fazit

Nicht nur die Vitamine in Ordnung bringen - sondern die Ernährung... die Lebensweise... ja, das ganze Leben in natürliche Ordnung bringen! Dann stimmt es mit dem Leben auch wieder. ;-)

Dienstag, 29. Januar 2013

Veredelte Kokosnuss (Edelschimmel)

Ach, die Tage wollt ich mal wieder ne Kokosnuss essen. Da sie schon paar Wochen lag, war unklar, ob sie noch gut ist...

Und was soll ich sagen? Eine wahrhaft edle Überraschung erwartete mich.

Donnerstag, 24. Januar 2013

Mango einverleiben

Als mir klar wurde, dass die meisten Mango ja gar nicht mit Händen schälen und essen, war mir das ein Video wert. ;-)

Dienstag, 22. Januar 2013

Trinkkokosnuss öffnen und genießen

Heute zeige ich euch in einem Video, wie man mit dem richtigen Werkzeug eine Trinkkokosnuss fachgerecht zum Genießen verwertet.


Mittwoch, 9. Januar 2013

Abprall an der emotionalen Mauer, Askese unterbrochen

Schon gestern war es sehr schwer, kaum erträglich, den Emotionen Stand zu halten. Ich tauchte ein, es ging. Heute Vormittag auch noch.

Doch am Abend war es mir eine emotional unerträgliche Folter. Wahnsinn! Starke überwältigende Emotionen, für mich (daher?) nicht definierbar, strömten durch mich. Nach meiner gestrigen Erfahrung halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass es insbesondere meine emotionale Vergangenheit ist, die sich dabei meldet. Und jahrelang schon, war ich ihr davon gerannt, von der Gegenwart in die Zukunft entflohen. Durch Überessen. Fresserei. Überlastung. Abschalten der feinen Emotionen. Dem Kopf die Alleinherrschaft! Heute Abend wieder. Nicht nur roh. Zumindest glutenfrei. Widerlich.

Wie komme ich da durch? Komme ich allein durch?
Aktuell glaube ich, mutmaße ich, dass ich es gemeinsam mit jemandem an meiner Seite, mit Vertrauen schaffen kann. Jemand der mir beisteht bei diesen Emotionen, wo mir damals niemand beistand. Einen Zeugen, einen Anker, in dessen Schoß ich notfalls mich begeben kann. Und nicht in den Ersatz-Schoß der Völlerei, der mich nur davon fortbringt, aber keine Chance zur Lösung bietet.

Dieses Jahr mag ich sie finden, die Menschen, oder den Menschen, um da durch zu gehen. Sie müssen der Liebe fähig sein. Dort durch zu gehen soll mein Ziel für dieses Jahr sein. Und auch nächstes. Mein Sinn, für die nächste Zeit.

Ich glaube, das Schicksal hat mir schon zwei Menschen dafür ausgesucht. Um hier weiter zu kommen. Dafür bin ich dankbar.

Abbremsen der Askese und emotionale Entgiftung

Gestern machten mich grüne Bananen ungeheuerlich lecker an.

Die Portionen für Genuss waren weiterhin gering, in meinem Bauch machten sich Gefühle breit, die mir zu viel wurden. So aß ich auch noch eine Mango, trotz unangenehm sauren Geschmacks... ich wollte weg von diesen Emotionen in mir, die hochkamen. Das waren zum einen Zwangsgedanken, Paranoia, Ängste... und wie sich in der folgenden Nacht herausstellen sollte, eine Konfrontation mit meiner Vergangenheit.

Nachmittags entschied ich mich deshalb, Rosenkohl mit Karotte und Zwiebel zu kochen. Anders als erwartet, konnte ich immer nur kleine Portionen davon essen, das war gut so. Die starken Emotionen legten sich so gegen Abend und erlaubten mir einen relativ objektiven Rückblick auf meine Gefühle am Vormittag.

Am Abend aß ich dann Trockenfeigen, die restlichen Bananen - alles nicht im himmlischen Genuss, später folgte Lammfleisch, teils roh, teils gekocht.

In der Nacht träumte ich, ich wäre Schüler. Wir hatten Unterricht. In einer Gaststätte, an einem engen Tisch. Es war wohl Geometrie, wir bekamen Blätter auf denen Punkte in einem Gitternetz markiert waren. Es gab überhaupt keine Aufgabenstellung. Es schien, als müsste man die Punkte richtig verbinden, um eine Form zu erhalten. Das tat ich dann auch. Beim gemeinsamen Korrigieren stellte sich heraus, dass ich fast alles falsch gemacht hatte. In Wirklichkeit fehlten überall noch viele andere Punkte, die man "wissen" musste, oder was weiß der Geier was... es war unmöglich, die Aufgabe zu lösen, dennoch war es den anderen möglich. Ich konnte nicht mithalten. Ich war das Gespött. Die anderen machten sich lustig über mich, warum ich denn das Unmögliche nicht schaffe, es wäre doch gar nicht so schwer.

Der Traum gleicht sehr meinen Problemen, die ich früher bezüglich Versagensängsten in den Schulen hatte, obwohl ich durchweg gute Leistungen erbrachte.

Danach suchte ich das WC auf. Ging durch die eine Tür. Die Schüssel war mit kiloweise Sch...... vollgestopft... ich sperrte ab, öffnete das Fenster. Da war noch eine zweite Tür, um hereinzukommen, eine Glastüre. Ich sperrte sie auch ab. Spülte. Mehr weiß ich nicht mehr. Später am Morgen hatte ich dann tatsächlich viel Stuhlgang. ;-)

Die Askese, das genügsame Essen bringt mich emotional in meine Vergangenheit. Heute Morgen habe ich nämlich genau dieses Gefühl in mir, das mich durchdringt. Das, dass ich in meiner Schulzeit damals stets als Begleiter hatte. Und Fresserei war wohl die Strategie, dieses Gefühl unfühlbar zu machen, aus der Welt zu schaffen. Zum Preis der Gesundheit.

Werden die Emotionen auch entgiftet, kann man da durch? Durch dieses Grauen? Einfach so?
Ich wünsche mir gerade Arme, die mich halten, einen lebendigen, warmen Körper, an dem ich mich anlehnen kann. Vielleicht ist das die nötige Zutat, diese Emotionen zu entgiften. Ja, irgendwo bin ich mir da sehr sicher. Ich mache das beste daraus, indem ich mich selbst in den Arm nehme.

Sonntag, 6. Januar 2013

Gestriges Abendessen - himmlischer Genuss bei Nicht-Rohkost

Gestern Abend war ich auf einem Geburtstag geladen.

Ich hielt mich bei Getränken zurück und trank mein Wasser, hatte sonst noch etwas eigenen "Not-Proviant" mitgenommen.

Als das Buffet eröffnet wurde, entschied ich mich doch, vom angemachten Feldsalat zu essen. Später aß ich wenige Litschi, eine Banane und eine Avocado. Am späten Abend kam noch weiterer Besuch und brachte selbstgemachtes Schokoladen-Mousse mit, das in Sachen Zutaten soweit ich mich nach Rückfrage entsinne nur aus Kakao, Ei, "brauner" Zucker und Bourbon-Vanille bestand und ausdrücklich laktosefrei war. Ich ließ die anderen davon erst mal essen. Und fand es interessant, wie wenig alle davon immer aßen. Da kamen mir meine Mengen bei Kochkost schon krankhaft vor. Und so war es wohl auch.

Ich kam nicht umhin, auch daran zu schnuppern, es roch sehr anziehend. Und damit war mein Instinkt gelockt. Ein vergleichbares Äquivalent hatte ich nicht dabei, um Gegenzusteuern. Es dauerte nur seine Zeit, bis ich dem starken Verlangen nachgab und mir eine kleine Portion in ein Schüsselchen gab und probierte. Wow! Ich hatte tatsächlich himmlischen Genuss! Unglaublich wie lecker das war! Mir dünkte schon, dass mir, wie gewohnt, wohl dieser Genuss nicht abgehen würde und ich noch die ganze Schüssel, mehrere Portionen essen würde. Doch dem war nicht so. Einige Löffelchen später schlug analog zum Obst der Geschmack deutlich um, das Mousse war geschmacklich nur noch klebrig süß und der Gaumen brannte leicht. Ich beendete erleichter und beeindruckt mein Mahl. Unter chronischem Kochkosteinfluss hatte ich diese Sperren kaum bis gar nicht bemerkt. Ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass sich bei mir ein Teil der deutlicheren Sperren, wie einer Übelkeitsperre o.ä. in einem Toleranzzustand befindet, d.h. bis aktuell gar nicht aktiv ist. Dürfte bei einigen Leuten auch der Fall sein, die bei Stress zu Frust(fr)esserei neigen und häufig Stress unterliegen.

In ein Ungleichgewicht hatte mich diese Mahlzeit dennoch mit Sicherheit gebracht.
Jedoch war sie deutlich verträglicher(!) als sonst typische Rohkost-Gourmet-Torten aus Nüssen und Trockenfrüchten. Denn mein Magen blieb sehr ruhig, ich bekam im Gegensatz zu Rohkosttorten keinerlei Bauchschmerzen. Nur leichte Blähungen stellten sich später ein.

So lockten später die Mais-Chops aus Mais und Salz, die für mich keinerlei merkbare Sperre aufwiesen.

Heute merkte ich das Ungleichgewicht stärker, grüne Bananen machten mich besonders an um es wohl etwas in Griff zu bekommen. Als ich heute Abend Papaya aß kam ein ekelhafter Geschmack aus der Zunge, ich entgiftete wieder aus der Zunge etwas, konnte es aber nicht identifizieren, nur eben äußerst widerlich war der Geschmack.

Samstag, 5. Januar 2013

Rauchwurstgeschmack bei Heidelbeergenuss

Heute erlaubte mir mein Instinkt größere Mahlzeiten.
Beiläufig mag ich noch erwähnen, dass ich auch gestern und heute noch leicht Ketonkörper uriniere. (Ketostix) Es scheint mir fast, als wäre Ketose Voraussetzung für effektive(?) Entgiftung.

Frühstück & Einkauf


Kassia schmeckte erneut nur ein Plättchen leicht anziehend und landete, als es zu brennen begann wieder auswärts. Immer wieder Wasser. Wenig später folgten eine Clementine und zwei Blätter vom Romanasalat.

In Gedanken, geradezu visionär erschienen mir heute Deglet Nour Datteln. ;-)
Feigen oder Maulbeeren reizten mich beim Gedankenvergleich überhaupt nicht. Lag also nicht an der Trockenfruchtsüße im Allgemeinen.

Da heute Samstag ist, und wir vor Ort in Illertissen dann immer einen schönen Wochenmarkt mit 2-3 Bio-Ständen haben (Bioland/Demeter), hoffte ich dort welche in guter Qualität zu bekommen. Wider Erwarten war gar kein Bio-Stand da und der Markt eher spärlich. Lags am nasskalten Regenwetter?

So wagte ich mich in den örtlichen Bioladen und schnupperte an beiden Dattelsorten, Medjool und Deglet. Auch hier... Medjoul konnte mich gar nicht locken. Die Deglet Nour waren wohl schon länger dort, aber noch gut. Eine Kaki und Avocado nebst vier Bananen wollten mit mir kommen. Die neue Verkäuferin verwechselte die Datteln, was mir auffiel, ich merkte dabei, wie gelassen, entspannt und locker ich mich aktuell fühle. Ich hab ihr beim Korrigieren ganz freundlich geholfen, sie war wohl durch meine Freundlichkeit schockiert. ;-)

Sonst nahm ich bei Norma noch Litschis mit - hat scheinbar die besten aller Discounter, riechen intensiver, schimmeln zwar schneller, aber sind geschimmelt immer noch super lecker, im Gegensatz zu den Litschis von Aldi, die dann seltsam eingehen und verfaulen. Neben meiner Mango-Kent-Sammlung nahm ich noch eine Magno Atkins mit. Dann nochmal Bio-Bananen in grünform - die hochreifen mit braunen Punkten mag ich aktuell überhaupt nicht - und noch eine Pomelo.

Mittagsmahlzeit, Entgiftung & Verfeinerung der Sinne


Das Mittagsmahl bestand aus mehreren kleinen Mahlzeiten im Zeitraum 11-13 Uhr.
Ca. 15 Datteln, drei Bananen, zwei Litschis. Zum Abschluss später 125g Heidelbeeren. Eine angeschimmelte hatte einen unangenehmen, penetranten Geschmack, sodass ich sie ausspuckte. Doch der Geschmack war mir vertraut. Es schmeckte nach Rauchwurst, wie Landjäger. Auch bei den restlichen guten Heidelbeeren war dieser Geschmack, jetzt aber nicht unangenehm, zu vernehmen. Ich vermute, dass gerade wohl Rauchfleisch entgiftet wird. Letzten Jahr im Herbst aß ich tatsächlich mal ein paar Stück Rinderlandjäger vom Bioladen. Ob es diese waren? Interessaner ist die Frage, ob die verschimmelte Heidelbeere oder insgeheim die Heidelbeeren diese Entgiftung ausgelöst haben. Oder vielleicht die zuvor verzehrten Datteln aus meiner Vision. ;-)

Sonst bemerkte ich die Tage schon eine Verbesserung der Sehkraft, wie schon häufig bei zurückhaltenderem Nahrungsmittelverzehr. ;-) Kann am Laptop mit Full-HD auch kleine Schrift ohne Anstrengung  wieder klar lesen. Auch die Ohren profitieren analog, habe sonst ein sehr grobes, schwammiges Gehör. Höre nicht nur "besser" in Sachen Lautstärke, sondern in viel feineren Nuancen. Gerade beim akustischen Verständnis in englischen Worten bei Liedern merke ich das deutlich, aber auch insgeheim, dass ich Musik angenehm empfinden kann. In überlasteten Zeiten spricht mich Musik tlw. überhaupt nicht an.

So, bin heute Abend auswärts im Allgäu zu Gast... und werde bald aufbrechen. Wie das Abendessen daher ausfallen wird, ergänze ich ggf. später.

Freitag, 4. Januar 2013

Klassiker der Nahrungs-Überlastung: Nichts kaputt gehen lassen wollen oder sich Wohlfühlen "anessen"

Heute roch Kassia fein, ich lutschte ein Plättchen, das dann unerwarteter Weise nach wenigen Minuten im Geschmack umschlug und im Mund  zu brennen begann. Ausgespuckt.

Um die Mittagszeit war ich mit meinem Bruder einkaufen, meine Wasservorräte waren zur Neige gegangen und wollten wieder erneuert werden. Derzeit trinke ich Valvita und Gerolsteiner, jeweils naturell aus der Glasflasche.

Daneben befüllte ich wieder meinen Obst-Bestand mit Kakis, Clementinen, Ananas, Mangos, Granatäpfeln und einer großen Papaya, die schon sehr reif war. Auf der Fahrt erlitt letztere eine Verletzung. Sie war leider fast geruchlos für meine Nase. Ich probierte dennoch davon und sie war beim ersten Bissen tatsächlich himmlisch im Geschmack, das ging noch 2-3 Bissen so weiter, da stellte sich, obwohl mein Magen gewiss noch nicht voll war, ein Völlegefühl im Bauch ein. Ich wollte jedoch noch zumindest die eine angematschte Hälfte fertig essen, sie schmeckte immer noch "gut", wie Obst eben "gut" schmecken kann, wenn man sich sonst gesellschaftlich konventionell ernährt.

Damit erlebte ich eines der klassischen Überlastungsgeschichten. Immerhin war ich soweit, die andere Hälfte abzupacken und in den Kühlschrank zu legen, als sie mir nichtschmeckend noch gar reinzuwürgen. ;-)

Der Bauch fühlte sich kurz danach übervoll an, ich wurde sehr müde und schwindliger und legte mich etwas hin. Beim Schleppen der Wasserkisten war mir schon aufgefallen, dass bei starker Belastung dieser "Fastenschwindel" auftrat, der durch Luft begrenzt scheint - es fühlt sich an, als wäre nicht genug Luft und Energie im Körper vorhanden, Benzin alle. Die Überlastung hat diesen Effekt auch im Ruhezustand aktiviert. Unangenehm.

Später folgte eine Mango, leicht anziehend, angenehm säuerlich-zitronig.
Danach musste ich an Salatblätter denken und aß zwei Blätter Romanasalat.

Noch später bemerkte ich, wie die Litschis göttlich dufteten. So schmeckten sie auch! Nur bei der dritten war die himmlische Phase vorüber, ich spuckte sie wieder aus und beendete die Litschi-Mahlzeit.

Und wieder merkte ich, wie man, wenn man sich unwohl fühlt, mit "Genuss" durch Essen, ein Wohlgefühl schaffen möchte und dieses Unwohlsein fälschlicherweise sogar für Hunger hält. In Situationen, in denen man ohnehin sich gut und wohl fühlt, isst man freiwillig nur solange, bis tatsächlich Genuss dabei ist, da dem künstlichen Versuch, Unwohlsein mit Genuss zu überdecken, jegliche Grundlage entzogen wird.

Tatsächlicher Hunger dagegen ist, wenn die Nase offen ist, alle Gerüche besonders intensiv wahrgenommen werden, das Essen im Mund nur so zerfließt. Vorausgesetzt man hat naturbelassene, unverarbeitete Nahrungsmittel im Rohzustand.

Ich ahne schon, dass der Hunger mein bester Freund werden soll, wenn ich "richtiges" Instincto machen möchte. (Als "falsches" Instincto bezeichne ich jenes, bei dem nur tierische Produkte eingeschlossen werden, jedoch, einfach gesagt, nicht nach Speichelfluss gegessen und bei Umschwenkung des Geschmacks mit dem Essen auch aufgehört wird).

Gegen 17 Uhr machte mich ein kleines Stück rote Zwiebel, der größe einer 2-Euro-Münze an.

Um 20 Uhr gabs die andere Hälfte vom gestrigen Lamm-Kotelett, dann noch etwas Fleisch und Fett von der Lamm-Rippe sowie zwei Bissen von der Lammleber, beim dritten Bissen schlug der Geschmack schon um, ich kaute noch etwas daran und spuckte den Rest aus. Litschis rochen im Anschluss besonders abstoßend säuerlich, brannten beim Riechen fast schon in der Nase.

Donnerstag, 3. Januar 2013

Instincto Experiment - Tag 2 und 3

Am zweiten Tag roch die Kassia weiterhin deutlich unangenehm und blieb liegen.

Hunger kam auch gegen Mittag nicht. Erst nach einem Spaziergang mit anderen zwei Rohköstlern - ich hatte noch einen Tag beim Rohkost-Event übernachtet - war klar, dass ich bald aufzubrechen hatte. Dieser Gedanke war mir sehr unangenehm, ich fühlte mich unwohl, wollte gern noch länger bleiben. Und es kam zu einer Mahlzeit, zwischen Hunger und Frust - ich war unruhig, schnupperte an den Apfelbananen, die nun wieder zitronig rochen, verspeiste die erste mit Schale, haute dann aber schlingend noch zwei weitere, sowie eine gewöhnliche Banane hinunter.

Da besann ich mich aber wieder, fand ein Gespräch über meinen Gefühlsmissstand und konnte mich beruhigen, nahm die Möglichkeit an, noch einmal zu nächtigen. Am nächsten Tag war dann auch mein emotionaler Hunger, der sich hier instinktiv gemeldet hatte, aber ich im Essen zu befriedigen suchte, anstatt einfach zu fragen, ob ich noch etwas bleiben könne. Ja am nächsten Tag fühlte es sich an, dass ich wieder aufbrechen wollte. Es war stimmig.

Nicht nur Nahrungsmittelbedürfnisse, auch soziale Bedürfnisse wollen berücksichtigt und befriedigt werden. Andernfalls entstehen auch hier Ungleichgewichte.

Später aß ich noch eine Clementine sowie zwei Erdnusskerne.

Einen noch später probierten Kabeljau, er roch erst gut, schmeckte nur der erste Daumengroße Bissen, den zweiten spukte ich aus und beendete die Mahlzeit, denn er schmeckte nach typisch nicht mehr frischem, stinkendem Fisch. Ab in den Kühlschrank für ein neues Schnuppern am nächsten Abend.

Tag 3 mit Ketose und verhängnisvoller Frucht


Die Nacht zum dritten Tag war sehr ungewöhnlich. Ich  war schon um kurz nach 20 Uhr schlafen gegangen, da mich eine deutliche Müdigkeit einholte - hatte den Tag zuvor im Gästebett eher schlecht geschlafen, da sich mehrfach die Decke wegschob, wodurch mich kalte Luft weckte.

Jedenfalls erwachte ich auch in dieser Nacht wieder, dieses mal aber nicht wegen Kälte, ich war wieder in meinem kaltluftsichereren Schlafsack verkrochen. Ich bemerkte, wie sich, wie auch noch am Folgetag die Bauchmuskulatur, wie auch sonstige Muskulatur Stufenweise völlig entspannte und Leichtigkeit in meinen Körper brachte. Die Bauchatmung setzte deutlich ein, wurde gefühlt dazugeschalten. Das war mir nicht ganz neu, ich hatte es bereits damals bei meinen Ketose-Experimenten bemerkt, dass ab einem Punkt in Ketose die Bauchatmung deutlich hinzukam.

Eine Messung mit Ketostix am nächsten Morgen zeigte auf, dass ich mich eindeutig in Ketose befand. War bei den geringen Nahrungsmengen der Vortage ja auch bereits vermutbar.

Gegen 10 Uhr schmeckten mir 2 Plättchen Kassia, mein Kreislauf fühlte sich sehr schwach an, mir war sehr unwohl und schwindlig, als würde ich im nächsten Moment das Bewusstsein verlieren können, ich döse ein wenig auf dem Sofa. Später lockte eine Mango. Etwa eine halbe Stunde später lockte mich erneut eine Mango. Und nochmals 30 Minuten später erneut. Danach roch keine Mango mehr anziehend sondern sie rochen "grün", unreif, säuerlich. Der Schwindel nimmt ab, der Kreislauf wird besser, ist aber immer noch eher schwach.


Als ich mich in den Garten wagte, um eigentlich nur Holz zu holen, fiel mein Blick auf den Mispelbaum, der noch einige Mispeln trug. Schon war ich dort, die Früchte waren köstlich. Jedoch schien sich keine Sperre einstellen zu wollen, so aß ich und aß ich relativ lange, bis eine unmerkliche, leicht säuerliche Empfindung zu vernehmen war, die man leicht hätte nicht bemerken können. Zugleich gab es ein leichtes Völlegefühl. Es waren aber gewiss um die 20-30 Früchte gewesen. Zu viel meinte ich. Vor allem, nachdem ich ja auch bereits 3 Mangos intus hatte.

Später sollte sich wohl zeigen, dass es zu viel war. Die Mispeln sperren, trotz dass sie relativ wilde Früchte sind, bei mir nicht sonderlich. Es stellte sich Unwohlsein ein, ich wurde sehr unruhig, zappelig. Fort war die große, entspannte Harmonie des Morgens. In Ketose befand ich mich nun vermutlich nicht mehr.

Diese Unruhe... unangenehm getrieben. Ich kenne dieses Gefühl nur zu gut, hatte es häufig, chronisch... und Fresserei war hier häufig hilfreich. Ich beherrsche mich und hoffe, diese Überlastung bald überstanden zu haben.

Irgendwann kann ich nicht mehr. Beruhigung muss her. Die Mango riecht nicht mehr säuerlich aber zumindest minimal anziehend. Ich esse eine. Zwei Kakis, die eigentlich nicht riechen, die erste dennoch recht flüssig runtergehend, bei der zweiten merke ich aber schon, dass ich mit dem Verstand kaue. Zum Aussprucken zu schade, bei dieser Unruhe lasse ich das nicht zu. Und denke mir - wenn man mit dem Kopf isst, beißt man sich gern mal versehentlich auf die Zunge - wäre nämlich beinahe passiert... ;-)

Mit etwas Bewegung im Haus - ich jogge den Gang ein paar Minuten hin und her, kann ich die Unruhe etwas besänftigen. Saß und lag den ganzen Tag ja weitgehend. Für Joggen draußen fühle ich mich zu schwach und bin demotiviert, weil es nass und regnerisch ist, umso mehr.

Wenig später gehe ich nochmals hinaus, um ein Foto der Mispeln zu machen. Und wieder... als ich die Mispeln nur schon sehe, ziehen sie mich mangetisch an, ich komme nicht umhin und esse nochmals 4-5 Stück. Lecker! Die Überlastungsvermutung verliert an Stärke, evtl. einfach noch ein Ungleichgewicht der Umstellung oder gar Entgiftung. Vom in letzter Zeit durch eine fast schon fahrlässige Knieverletzung bedingte, weitgehende Sport-Pause abgesehen. Der Zucker mag schließlich verbraucht werden, und Herumsitzen ist nicht unbedingt natürlich, wenn man auf Nahrungssuche sich befindet.

Abend


Ich hatte vorsorglich ein Lammkotelett sowie ein Stück Leber vom Lamm bereits heute Vormittag aufgetaut. Meine Nase ist noch Gerüchen gegenüber geschlossen, ein Bruder hatte die Luft verpestet, ich davon nichts gerochen, er von einem besonders üblen Geruch geredet.

Entsprechend roch ich weder etwas am Fleisch noch an der Leber. Probierte aber vom Lamm an den fetten Stellen, was besonders gut schmeckte und aß etwa ein halbes Kotelett. Danach selbes Spiel an der Leber, von der mir ein paar Bissen besonders gut mundeten, bei leichtem Umschlag des Geschmacks beendete ich die Mahlzeit. Beide hatten interessanterweise einen deutlichen, süßen Obstbeigeschmack, der eigentlich dem von einer Kaki entsprach. Die letzte Obstmahlzeit war jedoch schon Stunden her. Womöglich hatte der Körper die überschüssige Kaki bereits über die Zunge wieder etwas entgiftet und durch das Fett von Kotelett und Leber im Mund bekam es für mich wieder Geschmack. Hatte sonst generell Anfang Dezember im letzten Monat viele Kilogramm Kaki verzehrt. So lecker und flüssig bekam mir Leber glaube ich noch nie in den Mund. War wie Mango essen. Ich muss stets eher überlastet gewesen sein.

Insgeheim fühlt sich der Kreislauf gegen Abend wieder schwächer an. Ich kenne diesen Zustand sonst von meinen Fastenversuchen, die dann aber immer daran scheiterten, dass es gar nicht mehr erträglich war und ich nur noch schwindlig und erschöpft bei totaler Benebelung und Verwirrung herumlag. Hoffe, es bleibt durch die zusätzliche, wenn auch eher beschränkte Kost in einem erträglichen Zustand. 

Instincto Experiment - Tag 1

Rohkost fand um 2006 seinen Weg in meine praktische Ernährung, Instincto war mir sehr früh bereits bekannt und die Literatur hierzu von Burger sprach mich sehr an. An der konsequent praktischen Umsetzung mangelte es aber, so ernährte ich mich zwar von der gesamten Palette, aber ohne aktives Schnüffeln, bevorzugen. Gegessen wurde mit dem Kopf. Wechselhaft dann auch Gemüse gedünstet oder kurz scharf Angegrilltes. Denn bei den Versuchen, Instincto wie beschrieben zu praktizieren, war es bisher immer so, dass die sogenannte Sättigungs-Sperre sich häufig bereits beim zweiten Bissen zeigte, wenn ich zu mir ehrlich war, aber ich nicht nichts essen wollte. Vor allem auch deshalb, weil ich dann sehr schnell fror, kalte Gliedmaßen bekam und mich in diese Kälte nicht begeben wollte.

Zu Neujahr wagte ich nun, von Jens Hafners Rohkostbuch wieder dazu angeregt, erneut einen instinktiven Einstieg, mit etwas mehr Geduld, nur essen, wenn es wirklich magisch gut riecht und schmeckt.

Eines fiel mir dabei nochmals sehr deutlich auf, manches Nahrungsmittel riecht unangenehm, faulig, vieles riecht "gut", aber was viele nicht beachten... obwohl einiges gut riecht, angenehm riecht, man es sich im Gegensatz zu Motoröl vorstellen könnte, als Raumduft zu verwenden, riecht es nicht gut genug, dass ich es mir unbedingt, geradezu magisch in den Mund stecken möchte.

Hier war ich nun mal seit Neujahr konsequent zu  mir.

Ohne Frühstück und kleines (Nach)mittagsessen


Und so begann mein neujährlicher Einstieg in Instincto am ersten morgen mit Wasser, gegen 10 Uhr roch ich an frisch gelieferter Kassia, die mir ein Stück mehr als nur angenehm roch und lutschte etwa fünf Schreibchen, wonach der Geruch und Geschmack mir keinen völligen entspannten Spaß mehr machten, es nicht mehr leicht, wie von selbst geschah, dass ich mir mehr einverleibte. Der Geruch war unangenehm geworden. Wenige Stunden später durfte ich die angenehm, sanft abführende Wirkung spüren. Ich hatte den Eindruck, dass sehr viel heruaskam, deutlich mehr als ich den Tage zuvor gegessen hatte - wo ich mich bei einem Rohkost-Potluck-Silvester eher bescheiden am Nahrungsangebot beteiligt hatte, wo mir stark wie nie auffiel, welche Welten zwischen Mono-Rohkost und Rohkostküche bezüglich Verträglichkeit und Wohlbefinden liegen. Mein Magen beschwerte sich jedenfalls deutlichst mit einem Zwicken.

Dann ging es ans Beschnuppern meiner sehr mageren Auswahl. Ich hatte nicht das Empfinden, direkt hungrig zu sein, aber durfte bemerken, dass ich dazu neigte, etwas essen zu wollen, wenn ich mich generell unwohl fühlte. So als sollte der unwohle Zustand mit einem Genuss ins neutrale Gemüt ausgeglichen oder ins positive gebracht werden wollen. Ich war ehrlich zu mir was den Hunger betraf.

Die magere Auswahl bestand aus Apfelbananen, Grenadillen, Avocado, Wakame-Trockenalgen nebst Kassia und Erdnüssen von Orkos, nebst gewöhnlichen Bio-Handelsbananen, konventionellen Litschis und Boksop-Äpfeln aus dem Garten.

Die Litschis rochen angenehm, aber hatten eine ganz dezente säuerliche Note im Geruch, der etwas unangenehmes hatte, das verhinderte, dass ich WIRKLICH Lust darauf bekam. Die Äpfel hatten gar keinen Geruch für mich, Erdnüsse ebenso wenig, die Handelsbanane roch "grün", die Grenadillen unauffällig und die Apfelbananen stanken eher leicht faulig, waren hochreif und bereits gut zur Hälfte schwarzschalig.

Ich trank nur Wasser und wollte später wieder riechen. Am Nachmittag war es dann soweit. Die Gerüche hatten sich kaum verändert, bis auf die der Apfelbananen, diese rochen nun tatsächlich nicht mehr faulig, sondern verströmten einen feinen, zitronigen Geruch, die mich zum ersten Mahl des Tages einluden. Ich entschied mich, sie mit Schale zu kosten, die mir auf Anhieb nicht negativ auffiel. Das Essen "floss" in mich hinein. Das Kauen war sehr behaglich, machte Spaß. Kein Wunsch nach Schlingen oder dergleichen. Harmonisch, entspannt, unverkrampftes essen. Eins werden mit dem Geschmack. Ja, das war echter Hunger!

Dennoch war er nicht groß, die zweite Apfelbanane hatte bereits eine unangenehme Schale, geschält floss sie auch noch herunter, dann war der angenehm zitronige Geruch verschwunden, die folgende Banane hätte ich gewiss, wie häufig, mit dem Kopf und dem Verstand wie eine Maschine zerkauen und schlucken müssen, anstatt dem Körper sie wie von selbst zerfließen zu lassen, ohne mich bewusst am Kauvorgang beteiligen zu müssen und einfach Geschmack zu sein.

Eine nun ebenso zum Essen dezent anziehende Grenadille floss herunter. Die Mittagsmahlzeit war beendet.

Abendessen


Tagsüber hatte ich mich körperlich kaum ertüchtigt, nur zwei etwa halbstündige Spaziergang an der frischen Luft forderten minimale Anstrengung.

Das Abendessen fiel noch geringfügiger als das Essen am Nachmittag aus, gerade mal die Biobanane und eine Litschi war angenehm.

Wasser trank ich über den Tag immer wieder, etwa 1,5 Liter.

Nicht so wild, wenn es so wenig Nahrung an diesem Tag war, bin wohl noch mit Nahrung überlastet, ein leichtes Fasten wäre nur gut, dachte ich mir.