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Dienstag, 29. Januar 2013

Veredelte Kokosnuss (Edelschimmel)

Ach, die Tage wollt ich mal wieder ne Kokosnuss essen. Da sie schon paar Wochen lag, war unklar, ob sie noch gut ist...

Und was soll ich sagen? Eine wahrhaft edle Überraschung erwartete mich.

Donnerstag, 24. Januar 2013

Mango einverleiben

Als mir klar wurde, dass die meisten Mango ja gar nicht mit Händen schälen und essen, war mir das ein Video wert. ;-)

Dienstag, 22. Januar 2013

Trinkkokosnuss öffnen und genießen

Heute zeige ich euch in einem Video, wie man mit dem richtigen Werkzeug eine Trinkkokosnuss fachgerecht zum Genießen verwertet.


Mittwoch, 9. Januar 2013

Abprall an der emotionalen Mauer, Askese unterbrochen

Schon gestern war es sehr schwer, kaum erträglich, den Emotionen Stand zu halten. Ich tauchte ein, es ging. Heute Vormittag auch noch.

Doch am Abend war es mir eine emotional unerträgliche Folter. Wahnsinn! Starke überwältigende Emotionen, für mich (daher?) nicht definierbar, strömten durch mich. Nach meiner gestrigen Erfahrung halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass es insbesondere meine emotionale Vergangenheit ist, die sich dabei meldet. Und jahrelang schon, war ich ihr davon gerannt, von der Gegenwart in die Zukunft entflohen. Durch Überessen. Fresserei. Überlastung. Abschalten der feinen Emotionen. Dem Kopf die Alleinherrschaft! Heute Abend wieder. Nicht nur roh. Zumindest glutenfrei. Widerlich.

Wie komme ich da durch? Komme ich allein durch?
Aktuell glaube ich, mutmaße ich, dass ich es gemeinsam mit jemandem an meiner Seite, mit Vertrauen schaffen kann. Jemand der mir beisteht bei diesen Emotionen, wo mir damals niemand beistand. Einen Zeugen, einen Anker, in dessen Schoß ich notfalls mich begeben kann. Und nicht in den Ersatz-Schoß der Völlerei, der mich nur davon fortbringt, aber keine Chance zur Lösung bietet.

Dieses Jahr mag ich sie finden, die Menschen, oder den Menschen, um da durch zu gehen. Sie müssen der Liebe fähig sein. Dort durch zu gehen soll mein Ziel für dieses Jahr sein. Und auch nächstes. Mein Sinn, für die nächste Zeit.

Ich glaube, das Schicksal hat mir schon zwei Menschen dafür ausgesucht. Um hier weiter zu kommen. Dafür bin ich dankbar.

Abbremsen der Askese und emotionale Entgiftung

Gestern machten mich grüne Bananen ungeheuerlich lecker an.

Die Portionen für Genuss waren weiterhin gering, in meinem Bauch machten sich Gefühle breit, die mir zu viel wurden. So aß ich auch noch eine Mango, trotz unangenehm sauren Geschmacks... ich wollte weg von diesen Emotionen in mir, die hochkamen. Das waren zum einen Zwangsgedanken, Paranoia, Ängste... und wie sich in der folgenden Nacht herausstellen sollte, eine Konfrontation mit meiner Vergangenheit.

Nachmittags entschied ich mich deshalb, Rosenkohl mit Karotte und Zwiebel zu kochen. Anders als erwartet, konnte ich immer nur kleine Portionen davon essen, das war gut so. Die starken Emotionen legten sich so gegen Abend und erlaubten mir einen relativ objektiven Rückblick auf meine Gefühle am Vormittag.

Am Abend aß ich dann Trockenfeigen, die restlichen Bananen - alles nicht im himmlischen Genuss, später folgte Lammfleisch, teils roh, teils gekocht.

In der Nacht träumte ich, ich wäre Schüler. Wir hatten Unterricht. In einer Gaststätte, an einem engen Tisch. Es war wohl Geometrie, wir bekamen Blätter auf denen Punkte in einem Gitternetz markiert waren. Es gab überhaupt keine Aufgabenstellung. Es schien, als müsste man die Punkte richtig verbinden, um eine Form zu erhalten. Das tat ich dann auch. Beim gemeinsamen Korrigieren stellte sich heraus, dass ich fast alles falsch gemacht hatte. In Wirklichkeit fehlten überall noch viele andere Punkte, die man "wissen" musste, oder was weiß der Geier was... es war unmöglich, die Aufgabe zu lösen, dennoch war es den anderen möglich. Ich konnte nicht mithalten. Ich war das Gespött. Die anderen machten sich lustig über mich, warum ich denn das Unmögliche nicht schaffe, es wäre doch gar nicht so schwer.

Der Traum gleicht sehr meinen Problemen, die ich früher bezüglich Versagensängsten in den Schulen hatte, obwohl ich durchweg gute Leistungen erbrachte.

Danach suchte ich das WC auf. Ging durch die eine Tür. Die Schüssel war mit kiloweise Sch...... vollgestopft... ich sperrte ab, öffnete das Fenster. Da war noch eine zweite Tür, um hereinzukommen, eine Glastüre. Ich sperrte sie auch ab. Spülte. Mehr weiß ich nicht mehr. Später am Morgen hatte ich dann tatsächlich viel Stuhlgang. ;-)

Die Askese, das genügsame Essen bringt mich emotional in meine Vergangenheit. Heute Morgen habe ich nämlich genau dieses Gefühl in mir, das mich durchdringt. Das, dass ich in meiner Schulzeit damals stets als Begleiter hatte. Und Fresserei war wohl die Strategie, dieses Gefühl unfühlbar zu machen, aus der Welt zu schaffen. Zum Preis der Gesundheit.

Werden die Emotionen auch entgiftet, kann man da durch? Durch dieses Grauen? Einfach so?
Ich wünsche mir gerade Arme, die mich halten, einen lebendigen, warmen Körper, an dem ich mich anlehnen kann. Vielleicht ist das die nötige Zutat, diese Emotionen zu entgiften. Ja, irgendwo bin ich mir da sehr sicher. Ich mache das beste daraus, indem ich mich selbst in den Arm nehme.

Sonntag, 6. Januar 2013

Gestriges Abendessen - himmlischer Genuss bei Nicht-Rohkost

Gestern Abend war ich auf einem Geburtstag geladen.

Ich hielt mich bei Getränken zurück und trank mein Wasser, hatte sonst noch etwas eigenen "Not-Proviant" mitgenommen.

Als das Buffet eröffnet wurde, entschied ich mich doch, vom angemachten Feldsalat zu essen. Später aß ich wenige Litschi, eine Banane und eine Avocado. Am späten Abend kam noch weiterer Besuch und brachte selbstgemachtes Schokoladen-Mousse mit, das in Sachen Zutaten soweit ich mich nach Rückfrage entsinne nur aus Kakao, Ei, "brauner" Zucker und Bourbon-Vanille bestand und ausdrücklich laktosefrei war. Ich ließ die anderen davon erst mal essen. Und fand es interessant, wie wenig alle davon immer aßen. Da kamen mir meine Mengen bei Kochkost schon krankhaft vor. Und so war es wohl auch.

Ich kam nicht umhin, auch daran zu schnuppern, es roch sehr anziehend. Und damit war mein Instinkt gelockt. Ein vergleichbares Äquivalent hatte ich nicht dabei, um Gegenzusteuern. Es dauerte nur seine Zeit, bis ich dem starken Verlangen nachgab und mir eine kleine Portion in ein Schüsselchen gab und probierte. Wow! Ich hatte tatsächlich himmlischen Genuss! Unglaublich wie lecker das war! Mir dünkte schon, dass mir, wie gewohnt, wohl dieser Genuss nicht abgehen würde und ich noch die ganze Schüssel, mehrere Portionen essen würde. Doch dem war nicht so. Einige Löffelchen später schlug analog zum Obst der Geschmack deutlich um, das Mousse war geschmacklich nur noch klebrig süß und der Gaumen brannte leicht. Ich beendete erleichter und beeindruckt mein Mahl. Unter chronischem Kochkosteinfluss hatte ich diese Sperren kaum bis gar nicht bemerkt. Ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass sich bei mir ein Teil der deutlicheren Sperren, wie einer Übelkeitsperre o.ä. in einem Toleranzzustand befindet, d.h. bis aktuell gar nicht aktiv ist. Dürfte bei einigen Leuten auch der Fall sein, die bei Stress zu Frust(fr)esserei neigen und häufig Stress unterliegen.

In ein Ungleichgewicht hatte mich diese Mahlzeit dennoch mit Sicherheit gebracht.
Jedoch war sie deutlich verträglicher(!) als sonst typische Rohkost-Gourmet-Torten aus Nüssen und Trockenfrüchten. Denn mein Magen blieb sehr ruhig, ich bekam im Gegensatz zu Rohkosttorten keinerlei Bauchschmerzen. Nur leichte Blähungen stellten sich später ein.

So lockten später die Mais-Chops aus Mais und Salz, die für mich keinerlei merkbare Sperre aufwiesen.

Heute merkte ich das Ungleichgewicht stärker, grüne Bananen machten mich besonders an um es wohl etwas in Griff zu bekommen. Als ich heute Abend Papaya aß kam ein ekelhafter Geschmack aus der Zunge, ich entgiftete wieder aus der Zunge etwas, konnte es aber nicht identifizieren, nur eben äußerst widerlich war der Geschmack.

Samstag, 5. Januar 2013

Rauchwurstgeschmack bei Heidelbeergenuss

Heute erlaubte mir mein Instinkt größere Mahlzeiten.
Beiläufig mag ich noch erwähnen, dass ich auch gestern und heute noch leicht Ketonkörper uriniere. (Ketostix) Es scheint mir fast, als wäre Ketose Voraussetzung für effektive(?) Entgiftung.

Frühstück & Einkauf


Kassia schmeckte erneut nur ein Plättchen leicht anziehend und landete, als es zu brennen begann wieder auswärts. Immer wieder Wasser. Wenig später folgten eine Clementine und zwei Blätter vom Romanasalat.

In Gedanken, geradezu visionär erschienen mir heute Deglet Nour Datteln. ;-)
Feigen oder Maulbeeren reizten mich beim Gedankenvergleich überhaupt nicht. Lag also nicht an der Trockenfruchtsüße im Allgemeinen.

Da heute Samstag ist, und wir vor Ort in Illertissen dann immer einen schönen Wochenmarkt mit 2-3 Bio-Ständen haben (Bioland/Demeter), hoffte ich dort welche in guter Qualität zu bekommen. Wider Erwarten war gar kein Bio-Stand da und der Markt eher spärlich. Lags am nasskalten Regenwetter?

So wagte ich mich in den örtlichen Bioladen und schnupperte an beiden Dattelsorten, Medjool und Deglet. Auch hier... Medjoul konnte mich gar nicht locken. Die Deglet Nour waren wohl schon länger dort, aber noch gut. Eine Kaki und Avocado nebst vier Bananen wollten mit mir kommen. Die neue Verkäuferin verwechselte die Datteln, was mir auffiel, ich merkte dabei, wie gelassen, entspannt und locker ich mich aktuell fühle. Ich hab ihr beim Korrigieren ganz freundlich geholfen, sie war wohl durch meine Freundlichkeit schockiert. ;-)

Sonst nahm ich bei Norma noch Litschis mit - hat scheinbar die besten aller Discounter, riechen intensiver, schimmeln zwar schneller, aber sind geschimmelt immer noch super lecker, im Gegensatz zu den Litschis von Aldi, die dann seltsam eingehen und verfaulen. Neben meiner Mango-Kent-Sammlung nahm ich noch eine Magno Atkins mit. Dann nochmal Bio-Bananen in grünform - die hochreifen mit braunen Punkten mag ich aktuell überhaupt nicht - und noch eine Pomelo.

Mittagsmahlzeit, Entgiftung & Verfeinerung der Sinne


Das Mittagsmahl bestand aus mehreren kleinen Mahlzeiten im Zeitraum 11-13 Uhr.
Ca. 15 Datteln, drei Bananen, zwei Litschis. Zum Abschluss später 125g Heidelbeeren. Eine angeschimmelte hatte einen unangenehmen, penetranten Geschmack, sodass ich sie ausspuckte. Doch der Geschmack war mir vertraut. Es schmeckte nach Rauchwurst, wie Landjäger. Auch bei den restlichen guten Heidelbeeren war dieser Geschmack, jetzt aber nicht unangenehm, zu vernehmen. Ich vermute, dass gerade wohl Rauchfleisch entgiftet wird. Letzten Jahr im Herbst aß ich tatsächlich mal ein paar Stück Rinderlandjäger vom Bioladen. Ob es diese waren? Interessaner ist die Frage, ob die verschimmelte Heidelbeere oder insgeheim die Heidelbeeren diese Entgiftung ausgelöst haben. Oder vielleicht die zuvor verzehrten Datteln aus meiner Vision. ;-)

Sonst bemerkte ich die Tage schon eine Verbesserung der Sehkraft, wie schon häufig bei zurückhaltenderem Nahrungsmittelverzehr. ;-) Kann am Laptop mit Full-HD auch kleine Schrift ohne Anstrengung  wieder klar lesen. Auch die Ohren profitieren analog, habe sonst ein sehr grobes, schwammiges Gehör. Höre nicht nur "besser" in Sachen Lautstärke, sondern in viel feineren Nuancen. Gerade beim akustischen Verständnis in englischen Worten bei Liedern merke ich das deutlich, aber auch insgeheim, dass ich Musik angenehm empfinden kann. In überlasteten Zeiten spricht mich Musik tlw. überhaupt nicht an.

So, bin heute Abend auswärts im Allgäu zu Gast... und werde bald aufbrechen. Wie das Abendessen daher ausfallen wird, ergänze ich ggf. später.

Freitag, 4. Januar 2013

Klassiker der Nahrungs-Überlastung: Nichts kaputt gehen lassen wollen oder sich Wohlfühlen "anessen"

Heute roch Kassia fein, ich lutschte ein Plättchen, das dann unerwarteter Weise nach wenigen Minuten im Geschmack umschlug und im Mund  zu brennen begann. Ausgespuckt.

Um die Mittagszeit war ich mit meinem Bruder einkaufen, meine Wasservorräte waren zur Neige gegangen und wollten wieder erneuert werden. Derzeit trinke ich Valvita und Gerolsteiner, jeweils naturell aus der Glasflasche.

Daneben befüllte ich wieder meinen Obst-Bestand mit Kakis, Clementinen, Ananas, Mangos, Granatäpfeln und einer großen Papaya, die schon sehr reif war. Auf der Fahrt erlitt letztere eine Verletzung. Sie war leider fast geruchlos für meine Nase. Ich probierte dennoch davon und sie war beim ersten Bissen tatsächlich himmlisch im Geschmack, das ging noch 2-3 Bissen so weiter, da stellte sich, obwohl mein Magen gewiss noch nicht voll war, ein Völlegefühl im Bauch ein. Ich wollte jedoch noch zumindest die eine angematschte Hälfte fertig essen, sie schmeckte immer noch "gut", wie Obst eben "gut" schmecken kann, wenn man sich sonst gesellschaftlich konventionell ernährt.

Damit erlebte ich eines der klassischen Überlastungsgeschichten. Immerhin war ich soweit, die andere Hälfte abzupacken und in den Kühlschrank zu legen, als sie mir nichtschmeckend noch gar reinzuwürgen. ;-)

Der Bauch fühlte sich kurz danach übervoll an, ich wurde sehr müde und schwindliger und legte mich etwas hin. Beim Schleppen der Wasserkisten war mir schon aufgefallen, dass bei starker Belastung dieser "Fastenschwindel" auftrat, der durch Luft begrenzt scheint - es fühlt sich an, als wäre nicht genug Luft und Energie im Körper vorhanden, Benzin alle. Die Überlastung hat diesen Effekt auch im Ruhezustand aktiviert. Unangenehm.

Später folgte eine Mango, leicht anziehend, angenehm säuerlich-zitronig.
Danach musste ich an Salatblätter denken und aß zwei Blätter Romanasalat.

Noch später bemerkte ich, wie die Litschis göttlich dufteten. So schmeckten sie auch! Nur bei der dritten war die himmlische Phase vorüber, ich spuckte sie wieder aus und beendete die Litschi-Mahlzeit.

Und wieder merkte ich, wie man, wenn man sich unwohl fühlt, mit "Genuss" durch Essen, ein Wohlgefühl schaffen möchte und dieses Unwohlsein fälschlicherweise sogar für Hunger hält. In Situationen, in denen man ohnehin sich gut und wohl fühlt, isst man freiwillig nur solange, bis tatsächlich Genuss dabei ist, da dem künstlichen Versuch, Unwohlsein mit Genuss zu überdecken, jegliche Grundlage entzogen wird.

Tatsächlicher Hunger dagegen ist, wenn die Nase offen ist, alle Gerüche besonders intensiv wahrgenommen werden, das Essen im Mund nur so zerfließt. Vorausgesetzt man hat naturbelassene, unverarbeitete Nahrungsmittel im Rohzustand.

Ich ahne schon, dass der Hunger mein bester Freund werden soll, wenn ich "richtiges" Instincto machen möchte. (Als "falsches" Instincto bezeichne ich jenes, bei dem nur tierische Produkte eingeschlossen werden, jedoch, einfach gesagt, nicht nach Speichelfluss gegessen und bei Umschwenkung des Geschmacks mit dem Essen auch aufgehört wird).

Gegen 17 Uhr machte mich ein kleines Stück rote Zwiebel, der größe einer 2-Euro-Münze an.

Um 20 Uhr gabs die andere Hälfte vom gestrigen Lamm-Kotelett, dann noch etwas Fleisch und Fett von der Lamm-Rippe sowie zwei Bissen von der Lammleber, beim dritten Bissen schlug der Geschmack schon um, ich kaute noch etwas daran und spuckte den Rest aus. Litschis rochen im Anschluss besonders abstoßend säuerlich, brannten beim Riechen fast schon in der Nase.

Donnerstag, 3. Januar 2013

Instincto Experiment - Tag 2 und 3

Am zweiten Tag roch die Kassia weiterhin deutlich unangenehm und blieb liegen.

Hunger kam auch gegen Mittag nicht. Erst nach einem Spaziergang mit anderen zwei Rohköstlern - ich hatte noch einen Tag beim Rohkost-Event übernachtet - war klar, dass ich bald aufzubrechen hatte. Dieser Gedanke war mir sehr unangenehm, ich fühlte mich unwohl, wollte gern noch länger bleiben. Und es kam zu einer Mahlzeit, zwischen Hunger und Frust - ich war unruhig, schnupperte an den Apfelbananen, die nun wieder zitronig rochen, verspeiste die erste mit Schale, haute dann aber schlingend noch zwei weitere, sowie eine gewöhnliche Banane hinunter.

Da besann ich mich aber wieder, fand ein Gespräch über meinen Gefühlsmissstand und konnte mich beruhigen, nahm die Möglichkeit an, noch einmal zu nächtigen. Am nächsten Tag war dann auch mein emotionaler Hunger, der sich hier instinktiv gemeldet hatte, aber ich im Essen zu befriedigen suchte, anstatt einfach zu fragen, ob ich noch etwas bleiben könne. Ja am nächsten Tag fühlte es sich an, dass ich wieder aufbrechen wollte. Es war stimmig.

Nicht nur Nahrungsmittelbedürfnisse, auch soziale Bedürfnisse wollen berücksichtigt und befriedigt werden. Andernfalls entstehen auch hier Ungleichgewichte.

Später aß ich noch eine Clementine sowie zwei Erdnusskerne.

Einen noch später probierten Kabeljau, er roch erst gut, schmeckte nur der erste Daumengroße Bissen, den zweiten spukte ich aus und beendete die Mahlzeit, denn er schmeckte nach typisch nicht mehr frischem, stinkendem Fisch. Ab in den Kühlschrank für ein neues Schnuppern am nächsten Abend.

Tag 3 mit Ketose und verhängnisvoller Frucht


Die Nacht zum dritten Tag war sehr ungewöhnlich. Ich  war schon um kurz nach 20 Uhr schlafen gegangen, da mich eine deutliche Müdigkeit einholte - hatte den Tag zuvor im Gästebett eher schlecht geschlafen, da sich mehrfach die Decke wegschob, wodurch mich kalte Luft weckte.

Jedenfalls erwachte ich auch in dieser Nacht wieder, dieses mal aber nicht wegen Kälte, ich war wieder in meinem kaltluftsichereren Schlafsack verkrochen. Ich bemerkte, wie sich, wie auch noch am Folgetag die Bauchmuskulatur, wie auch sonstige Muskulatur Stufenweise völlig entspannte und Leichtigkeit in meinen Körper brachte. Die Bauchatmung setzte deutlich ein, wurde gefühlt dazugeschalten. Das war mir nicht ganz neu, ich hatte es bereits damals bei meinen Ketose-Experimenten bemerkt, dass ab einem Punkt in Ketose die Bauchatmung deutlich hinzukam.

Eine Messung mit Ketostix am nächsten Morgen zeigte auf, dass ich mich eindeutig in Ketose befand. War bei den geringen Nahrungsmengen der Vortage ja auch bereits vermutbar.

Gegen 10 Uhr schmeckten mir 2 Plättchen Kassia, mein Kreislauf fühlte sich sehr schwach an, mir war sehr unwohl und schwindlig, als würde ich im nächsten Moment das Bewusstsein verlieren können, ich döse ein wenig auf dem Sofa. Später lockte eine Mango. Etwa eine halbe Stunde später lockte mich erneut eine Mango. Und nochmals 30 Minuten später erneut. Danach roch keine Mango mehr anziehend sondern sie rochen "grün", unreif, säuerlich. Der Schwindel nimmt ab, der Kreislauf wird besser, ist aber immer noch eher schwach.


Als ich mich in den Garten wagte, um eigentlich nur Holz zu holen, fiel mein Blick auf den Mispelbaum, der noch einige Mispeln trug. Schon war ich dort, die Früchte waren köstlich. Jedoch schien sich keine Sperre einstellen zu wollen, so aß ich und aß ich relativ lange, bis eine unmerkliche, leicht säuerliche Empfindung zu vernehmen war, die man leicht hätte nicht bemerken können. Zugleich gab es ein leichtes Völlegefühl. Es waren aber gewiss um die 20-30 Früchte gewesen. Zu viel meinte ich. Vor allem, nachdem ich ja auch bereits 3 Mangos intus hatte.

Später sollte sich wohl zeigen, dass es zu viel war. Die Mispeln sperren, trotz dass sie relativ wilde Früchte sind, bei mir nicht sonderlich. Es stellte sich Unwohlsein ein, ich wurde sehr unruhig, zappelig. Fort war die große, entspannte Harmonie des Morgens. In Ketose befand ich mich nun vermutlich nicht mehr.

Diese Unruhe... unangenehm getrieben. Ich kenne dieses Gefühl nur zu gut, hatte es häufig, chronisch... und Fresserei war hier häufig hilfreich. Ich beherrsche mich und hoffe, diese Überlastung bald überstanden zu haben.

Irgendwann kann ich nicht mehr. Beruhigung muss her. Die Mango riecht nicht mehr säuerlich aber zumindest minimal anziehend. Ich esse eine. Zwei Kakis, die eigentlich nicht riechen, die erste dennoch recht flüssig runtergehend, bei der zweiten merke ich aber schon, dass ich mit dem Verstand kaue. Zum Aussprucken zu schade, bei dieser Unruhe lasse ich das nicht zu. Und denke mir - wenn man mit dem Kopf isst, beißt man sich gern mal versehentlich auf die Zunge - wäre nämlich beinahe passiert... ;-)

Mit etwas Bewegung im Haus - ich jogge den Gang ein paar Minuten hin und her, kann ich die Unruhe etwas besänftigen. Saß und lag den ganzen Tag ja weitgehend. Für Joggen draußen fühle ich mich zu schwach und bin demotiviert, weil es nass und regnerisch ist, umso mehr.

Wenig später gehe ich nochmals hinaus, um ein Foto der Mispeln zu machen. Und wieder... als ich die Mispeln nur schon sehe, ziehen sie mich mangetisch an, ich komme nicht umhin und esse nochmals 4-5 Stück. Lecker! Die Überlastungsvermutung verliert an Stärke, evtl. einfach noch ein Ungleichgewicht der Umstellung oder gar Entgiftung. Vom in letzter Zeit durch eine fast schon fahrlässige Knieverletzung bedingte, weitgehende Sport-Pause abgesehen. Der Zucker mag schließlich verbraucht werden, und Herumsitzen ist nicht unbedingt natürlich, wenn man auf Nahrungssuche sich befindet.

Abend


Ich hatte vorsorglich ein Lammkotelett sowie ein Stück Leber vom Lamm bereits heute Vormittag aufgetaut. Meine Nase ist noch Gerüchen gegenüber geschlossen, ein Bruder hatte die Luft verpestet, ich davon nichts gerochen, er von einem besonders üblen Geruch geredet.

Entsprechend roch ich weder etwas am Fleisch noch an der Leber. Probierte aber vom Lamm an den fetten Stellen, was besonders gut schmeckte und aß etwa ein halbes Kotelett. Danach selbes Spiel an der Leber, von der mir ein paar Bissen besonders gut mundeten, bei leichtem Umschlag des Geschmacks beendete ich die Mahlzeit. Beide hatten interessanterweise einen deutlichen, süßen Obstbeigeschmack, der eigentlich dem von einer Kaki entsprach. Die letzte Obstmahlzeit war jedoch schon Stunden her. Womöglich hatte der Körper die überschüssige Kaki bereits über die Zunge wieder etwas entgiftet und durch das Fett von Kotelett und Leber im Mund bekam es für mich wieder Geschmack. Hatte sonst generell Anfang Dezember im letzten Monat viele Kilogramm Kaki verzehrt. So lecker und flüssig bekam mir Leber glaube ich noch nie in den Mund. War wie Mango essen. Ich muss stets eher überlastet gewesen sein.

Insgeheim fühlt sich der Kreislauf gegen Abend wieder schwächer an. Ich kenne diesen Zustand sonst von meinen Fastenversuchen, die dann aber immer daran scheiterten, dass es gar nicht mehr erträglich war und ich nur noch schwindlig und erschöpft bei totaler Benebelung und Verwirrung herumlag. Hoffe, es bleibt durch die zusätzliche, wenn auch eher beschränkte Kost in einem erträglichen Zustand. 

Instincto Experiment - Tag 1

Rohkost fand um 2006 seinen Weg in meine praktische Ernährung, Instincto war mir sehr früh bereits bekannt und die Literatur hierzu von Burger sprach mich sehr an. An der konsequent praktischen Umsetzung mangelte es aber, so ernährte ich mich zwar von der gesamten Palette, aber ohne aktives Schnüffeln, bevorzugen. Gegessen wurde mit dem Kopf. Wechselhaft dann auch Gemüse gedünstet oder kurz scharf Angegrilltes. Denn bei den Versuchen, Instincto wie beschrieben zu praktizieren, war es bisher immer so, dass die sogenannte Sättigungs-Sperre sich häufig bereits beim zweiten Bissen zeigte, wenn ich zu mir ehrlich war, aber ich nicht nichts essen wollte. Vor allem auch deshalb, weil ich dann sehr schnell fror, kalte Gliedmaßen bekam und mich in diese Kälte nicht begeben wollte.

Zu Neujahr wagte ich nun, von Jens Hafners Rohkostbuch wieder dazu angeregt, erneut einen instinktiven Einstieg, mit etwas mehr Geduld, nur essen, wenn es wirklich magisch gut riecht und schmeckt.

Eines fiel mir dabei nochmals sehr deutlich auf, manches Nahrungsmittel riecht unangenehm, faulig, vieles riecht "gut", aber was viele nicht beachten... obwohl einiges gut riecht, angenehm riecht, man es sich im Gegensatz zu Motoröl vorstellen könnte, als Raumduft zu verwenden, riecht es nicht gut genug, dass ich es mir unbedingt, geradezu magisch in den Mund stecken möchte.

Hier war ich nun mal seit Neujahr konsequent zu  mir.

Ohne Frühstück und kleines (Nach)mittagsessen


Und so begann mein neujährlicher Einstieg in Instincto am ersten morgen mit Wasser, gegen 10 Uhr roch ich an frisch gelieferter Kassia, die mir ein Stück mehr als nur angenehm roch und lutschte etwa fünf Schreibchen, wonach der Geruch und Geschmack mir keinen völligen entspannten Spaß mehr machten, es nicht mehr leicht, wie von selbst geschah, dass ich mir mehr einverleibte. Der Geruch war unangenehm geworden. Wenige Stunden später durfte ich die angenehm, sanft abführende Wirkung spüren. Ich hatte den Eindruck, dass sehr viel heruaskam, deutlich mehr als ich den Tage zuvor gegessen hatte - wo ich mich bei einem Rohkost-Potluck-Silvester eher bescheiden am Nahrungsangebot beteiligt hatte, wo mir stark wie nie auffiel, welche Welten zwischen Mono-Rohkost und Rohkostküche bezüglich Verträglichkeit und Wohlbefinden liegen. Mein Magen beschwerte sich jedenfalls deutlichst mit einem Zwicken.

Dann ging es ans Beschnuppern meiner sehr mageren Auswahl. Ich hatte nicht das Empfinden, direkt hungrig zu sein, aber durfte bemerken, dass ich dazu neigte, etwas essen zu wollen, wenn ich mich generell unwohl fühlte. So als sollte der unwohle Zustand mit einem Genuss ins neutrale Gemüt ausgeglichen oder ins positive gebracht werden wollen. Ich war ehrlich zu mir was den Hunger betraf.

Die magere Auswahl bestand aus Apfelbananen, Grenadillen, Avocado, Wakame-Trockenalgen nebst Kassia und Erdnüssen von Orkos, nebst gewöhnlichen Bio-Handelsbananen, konventionellen Litschis und Boksop-Äpfeln aus dem Garten.

Die Litschis rochen angenehm, aber hatten eine ganz dezente säuerliche Note im Geruch, der etwas unangenehmes hatte, das verhinderte, dass ich WIRKLICH Lust darauf bekam. Die Äpfel hatten gar keinen Geruch für mich, Erdnüsse ebenso wenig, die Handelsbanane roch "grün", die Grenadillen unauffällig und die Apfelbananen stanken eher leicht faulig, waren hochreif und bereits gut zur Hälfte schwarzschalig.

Ich trank nur Wasser und wollte später wieder riechen. Am Nachmittag war es dann soweit. Die Gerüche hatten sich kaum verändert, bis auf die der Apfelbananen, diese rochen nun tatsächlich nicht mehr faulig, sondern verströmten einen feinen, zitronigen Geruch, die mich zum ersten Mahl des Tages einluden. Ich entschied mich, sie mit Schale zu kosten, die mir auf Anhieb nicht negativ auffiel. Das Essen "floss" in mich hinein. Das Kauen war sehr behaglich, machte Spaß. Kein Wunsch nach Schlingen oder dergleichen. Harmonisch, entspannt, unverkrampftes essen. Eins werden mit dem Geschmack. Ja, das war echter Hunger!

Dennoch war er nicht groß, die zweite Apfelbanane hatte bereits eine unangenehme Schale, geschält floss sie auch noch herunter, dann war der angenehm zitronige Geruch verschwunden, die folgende Banane hätte ich gewiss, wie häufig, mit dem Kopf und dem Verstand wie eine Maschine zerkauen und schlucken müssen, anstatt dem Körper sie wie von selbst zerfließen zu lassen, ohne mich bewusst am Kauvorgang beteiligen zu müssen und einfach Geschmack zu sein.

Eine nun ebenso zum Essen dezent anziehende Grenadille floss herunter. Die Mittagsmahlzeit war beendet.

Abendessen


Tagsüber hatte ich mich körperlich kaum ertüchtigt, nur zwei etwa halbstündige Spaziergang an der frischen Luft forderten minimale Anstrengung.

Das Abendessen fiel noch geringfügiger als das Essen am Nachmittag aus, gerade mal die Biobanane und eine Litschi war angenehm.

Wasser trank ich über den Tag immer wieder, etwa 1,5 Liter.

Nicht so wild, wenn es so wenig Nahrung an diesem Tag war, bin wohl noch mit Nahrung überlastet, ein leichtes Fasten wäre nur gut, dachte ich mir.