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Sonntag, 13. Oktober 2013

Leckeren, roten Rohkostsaft frisch gepresst

Bei der ganzen Euphorie zu frisch gepressten Säften und Gräsern, wollte ich um rote Säfte bereichern...


Freitag, 11. Oktober 2013

Kasein und Schizophrenie/Selbstbewusstsein

Aus der Schizophrenie-Behandlung ist bekannt, dass die Symptome bei Absetzen von Getreide- und Milchprodukten oft nachlassen bis ganz abklingen.

Bekannt geworden sind in den letzten Jahrzehnten ja auch die Exorphine in beiden, d.h. bestimmte Proteine, die im Körper je nach Verwertung und Darm in den Blutkreislauf und darüber ins Gehirn gelangen um dort an Rezeptoren anzudocken um eine opiate Wirkung auszulösen.

Bei sehr dafür anfälligen Personen kann dies zu mehr oder weniger starken Geisteskrankheiten führen.


Ich selbst stufte mich da hier auch immer als dafür anfälliger Kandidat ein, da ich meinte, die Auswirkungen der genannten Lebensmittel bei mir zu vermerken.

Im Laufe der Zeit, als Getreide und Milch von meiner täglichen Ernährung wegfielen, bemerkte ich eine zunehmende Klarheit im Denken und Fühlen. Ich hatte den Eindruck, viel freier zu sein.

Mein Selbstbewusstsein hat in den letzten Jahren sehr zugenommen.
Ich war in meiner Kindheit rückblickend betrachtet stärker angstgestört, dadurch sehr introvertiert, ja ein extremer Sozialphobiker.


Als ich nun die Tage den Käse in meine Ernährung wieder einführte, zeigte sich nun, dass er nach einigen Tagen, einer knappen Woche bei mir seine Wirkungen auf Denken und insbesondere Fühlen deutlich zeigt.

Ich gewinne den Eindruck, nicht mehr ich zu sein. Ich verschließe mich, ziehe mich zurück. Werde ängstlich. Mein Selbstbewusstsein schwindet analog mit der Fähigkeit zu "Fühlen"!

Heißt, ich verliere mein Gefühl für Empathie, bin generell kaum in der Lage zu fühlen. Verliere meine Ziele, verliere meine Meinung. Bin in den Kopf gezwungen, der Bauch wird abgeschaltet. Der Kopf hat die Aufgabe, ist gezwungen, den fehlenden Part, soweit ihm möglich, auszugleichen, was in keinster Weise natürlich möglich ist.

Ich könnte meinen, ich wäre bezüglich Bewusstsein um Jahre zurückgefallen - bin ich indirekt auch - ich bin wieder im Land der Gefühlsverrücktheit, der Welt des Wahnsinns eingetaucht. Ich fühle mich nicht geerdet, bin wohl ganz sicher "high"!

Da ich nie "High"-Drogen konsumiert habe, weiß ich nicht, ob es ein vergleichbarer Zustand ist, der Begriff selbst trifft es aber hervorragend.

Noch ein klein wenig verspüre ich in mir ein kleines Gefühl. Von Traurigkeit. Ein kleiner Rest vom "Ich" - dass noch weiß, dass es gerade tief, tief, eingesperrt wird in diesem Körper und nichts mehr zu sagen hat.

Der leblose Geist ohne Seele.


Genauso wie sich diese Wirkung eingeschlichen hat, werde ich daran tun, sie wieder auszuschleichen. Käse Adieu!

Mein Fazit: Für ein gesundes Selbstbewusstsein wie die Fähigkeit zu echter Liebe ist Käse tabu!
Getreide wohl ebenso, deren noch stärkeren Exorphine ich gar nicht erst versuchen mag.

Inwieweit die individuelle Anfälligkeit ist, weiß ich nicht.
Bei der allgemeinen Passivheit in unserer Gesellschaft - die mir gerade im abstinenten Zustand besonders und zunehmend auffiel - schätze ich sie aber doch sehr hoch ein.


Viele Grüße aus der Welt des Wahnsinns

Der Entwanderer

Dienstag, 8. Oktober 2013

Ein Schritt weiter im Land der Ketose


Ich habe mir aus Interesse mal wieder Ketostix - Urin-Teststreifen zum Messen von Keton-Körpern - besorgt, um zu sehen, ob die Ketonkörper-Verwertung schon gut funktioniert.

Denn direkt nach der Umstellung werden über den Urin relativ viele davon mangels effektiver Verwertung noch ausgeschieden, das soll sich dann nach und nach bessern, wie ich aus Erfahrungsberichten weiß.

Die erste Messung am gestrigen Morgen brachte zum Vorschein, dass mein Urin wohl frei von Keton-Körpern sei. Ich überlegte schon, ob ich denn noch in Ketose sei. Der KH-Anteil war ja gerade zuletzt sehr gering (< 30g KH/Tag). Der Eiweiß-Anteil schwankend mal relativ hoch. Angeblich soll ja durch extreme Eiweiß-Glykosierung es manchmal Probleme beim Übergang in die Ketose geben, die bei hohem Eiweiß-Anteil auftreten soll.

Da ich aber bereits vor über 6 Wochen in Ketose überging, halte ich das für eher unwahrscheinlich.

Mittags war erneut kein Keton-Körper-Nachweis. Der Streifen zeigte keinerlei(!) Verfärbung.

Am Abend dann jedoch verfärbte sich der Teststreifen minimal, aber für mich eindeutig. Witzigerweise lag der Farbwert zwischen 0 und der geringsten Stufe "Spuren".

Das bekräftigt für mich die Vermutung, dass ich bereits ein toller Ketonkörper-Verwerter bin. Die 6 Wochen gelten auch als guter Maßstab für den ersten großen Schritt und Einstieg, bis die Ketolysefähigkeit weitgehend wieder in Fahrt kommen soll. Wobei natürlich davon abhängig, wie kohlenhydratarm man während der Zeit aß und diese ggf. durch Sport auch wieder verbrauchte.

Ein weiteres Indiz für mich war, dass ich eben auch vor knapp einer Woche kaum bis gar keinen (Heiß)Hunger im üblichen Sinne verspürte, es mir schwer fällt, viel zu essen, wie ich es als "Fresser" und "Stopfer" gewohnt war.

Damit bin ich jetzt einen großen Schritt weiter im Land der Ketose!

6 Wochen Ketose - die Phase des Nichts-Mehr-Essen-Könnens

Interessanterweise hat sich, wie bei meinen Ketose-Experimenten in den letzten Jahren um die ca. 6. Woche eine bestimmte Phase eingestellt, die mir schon wieder entgangen war - und wie ich mich jetzt, wo sie wieder eintritt, daran erinnernd auch der Mitgrund war, warum ich an diesem Punkt meist wieder damit aufhörte.

Mir schmeckt "nichts" mehr. Ich habe keinen richtigen Hunger mehr. Kann kaum mehr große Mengen essen, kann nicht mehr pausenlos alles in mich hineinschaufeln. Alles wird mir zuwider. Nur kleine Mengen gehen. Mich munkelt, das sind "normale" Mengen. Ich war sonst ja eher der Stopfer und Fresser schlechthin. Süßes würde wohl eher noch in größerer Menge (reingestopft) gehen, aber genau das ist der Knackpunkt weshalb ich damals damit aufhörte. Ich aß dann relativ viel Süßes, mir wurde dann tatsächlich schlecht davon (was ich für gewöhnlich gar nicht habe, erst in der Ketose wird wieder ein Sättigungsgefühl auch mit Süßem wieder bei mir möglich), aber nach einigen Tagen ging das langsam... man konnte es eher steigern auch widerwillig und vorbei war die Ketose-Phase.

Dieses mal weiß ich, soll es anders laufen. Auch wenn aktuell tagsüber der Hunger fast ausbleibt, und ich, da ich gerne wenig bekleidet in kaum beheizten Räumen mich aufhalte und tlw. fröstle, weil ja irgendwie nicht Wärme-Energie nachkommt... dann esse ich eben nichts. Sollte das den Körper etwas abbauen, nehme ich das in Kauf. [Interessanterweise ist mir jetzt ein paar Tage später ungemein warm, trotz des wenigen Essens]

Nach den 6 Wochen scheint bei mir die Ketolyse in vollem Gange zu sein und diesen Effekt hervorzurufen.

Ich gehöre zu jener Personengruppe, die z.B. eine Tafel Schokolade wie eine Scheibe Brot einfach so essen können (oder bis vor der Ketose konnte). Nie ein richtiges Sättigungsgefühl haben, bei Wettessen gute Chancen haben. Erst aufhören, wenn nichts mehr da ist, oder eben das Essen im Extremfall schon wieder die Speiseröhre hochgedrückt wird (damit meine ich nicht Kotzen, sondern einen krankhaft überfüllten Magen).

Nach Wolfgang Lutz, der auch eine Low-Carb-Therapie entwickelt hatte und die Erfolge mit einigen wissenschaftlichen Ansichten zu klären versuchte, ging davon aus, dass die zu vielen KH den Hormonhaushalt durcheinander bringen. Wie es scheint eben, je nach Alter Konstitution, Ernährungs- und Sportgewohnheiten, vielleicht auch die "böse" Veranlagung (ich denke eher an vererbter Degenerationserscheinungen in der westlichen, modernen Welt) tritt diese Hormonstörung schon früher auf, beeinflusst demnach auch die Steuerung für Appetit und Hunger oder schaltet diesen eben ab, ebenso Ekelgefühle wegen zu viel Essen.

Heute, nach etwa 6 Wochen Ketose scheint sich womöglich genau dieser Punkt hormonell auch zu beruhigen.

Und ich kann mir vorstellen, das gerade an diesem entscheidenden Punkt, der erfordert, dass man sich die Fresserei abgewöhnt, anstatt mit Ketose aufzuhören, viele abbrechen dürften. Ich hatte ja "Angst", ich würde zu wenig essen... noch mehr Energie verlieren (die Umstellung macht anfangs ja auch erst mal etwas müder, aber zumindest auf einem stabilen Level, anstatt starken Schwankungen)... dann weg sein.

Dienstag, 1. Oktober 2013

Wilde Pilzpfanne

Als ich neulich auf Pilze von Parasol und Wiesenchampignon stieß, konnte ich nicht widerstehen, mir eine tolle Pilzpfanne zu gönnen. Vielleicht langweilig, aber eine Erwähnung ist der Lückenfüller dennoch wert. Und weiter mit Ketose geht es ebenso.