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Dienstag, 8. Oktober 2013

6 Wochen Ketose - die Phase des Nichts-Mehr-Essen-Könnens

Interessanterweise hat sich, wie bei meinen Ketose-Experimenten in den letzten Jahren um die ca. 6. Woche eine bestimmte Phase eingestellt, die mir schon wieder entgangen war - und wie ich mich jetzt, wo sie wieder eintritt, daran erinnernd auch der Mitgrund war, warum ich an diesem Punkt meist wieder damit aufhörte.

Mir schmeckt "nichts" mehr. Ich habe keinen richtigen Hunger mehr. Kann kaum mehr große Mengen essen, kann nicht mehr pausenlos alles in mich hineinschaufeln. Alles wird mir zuwider. Nur kleine Mengen gehen. Mich munkelt, das sind "normale" Mengen. Ich war sonst ja eher der Stopfer und Fresser schlechthin. Süßes würde wohl eher noch in größerer Menge (reingestopft) gehen, aber genau das ist der Knackpunkt weshalb ich damals damit aufhörte. Ich aß dann relativ viel Süßes, mir wurde dann tatsächlich schlecht davon (was ich für gewöhnlich gar nicht habe, erst in der Ketose wird wieder ein Sättigungsgefühl auch mit Süßem wieder bei mir möglich), aber nach einigen Tagen ging das langsam... man konnte es eher steigern auch widerwillig und vorbei war die Ketose-Phase.

Dieses mal weiß ich, soll es anders laufen. Auch wenn aktuell tagsüber der Hunger fast ausbleibt, und ich, da ich gerne wenig bekleidet in kaum beheizten Räumen mich aufhalte und tlw. fröstle, weil ja irgendwie nicht Wärme-Energie nachkommt... dann esse ich eben nichts. Sollte das den Körper etwas abbauen, nehme ich das in Kauf. [Interessanterweise ist mir jetzt ein paar Tage später ungemein warm, trotz des wenigen Essens]

Nach den 6 Wochen scheint bei mir die Ketolyse in vollem Gange zu sein und diesen Effekt hervorzurufen.

Ich gehöre zu jener Personengruppe, die z.B. eine Tafel Schokolade wie eine Scheibe Brot einfach so essen können (oder bis vor der Ketose konnte). Nie ein richtiges Sättigungsgefühl haben, bei Wettessen gute Chancen haben. Erst aufhören, wenn nichts mehr da ist, oder eben das Essen im Extremfall schon wieder die Speiseröhre hochgedrückt wird (damit meine ich nicht Kotzen, sondern einen krankhaft überfüllten Magen).

Nach Wolfgang Lutz, der auch eine Low-Carb-Therapie entwickelt hatte und die Erfolge mit einigen wissenschaftlichen Ansichten zu klären versuchte, ging davon aus, dass die zu vielen KH den Hormonhaushalt durcheinander bringen. Wie es scheint eben, je nach Alter Konstitution, Ernährungs- und Sportgewohnheiten, vielleicht auch die "böse" Veranlagung (ich denke eher an vererbter Degenerationserscheinungen in der westlichen, modernen Welt) tritt diese Hormonstörung schon früher auf, beeinflusst demnach auch die Steuerung für Appetit und Hunger oder schaltet diesen eben ab, ebenso Ekelgefühle wegen zu viel Essen.

Heute, nach etwa 6 Wochen Ketose scheint sich womöglich genau dieser Punkt hormonell auch zu beruhigen.

Und ich kann mir vorstellen, das gerade an diesem entscheidenden Punkt, der erfordert, dass man sich die Fresserei abgewöhnt, anstatt mit Ketose aufzuhören, viele abbrechen dürften. Ich hatte ja "Angst", ich würde zu wenig essen... noch mehr Energie verlieren (die Umstellung macht anfangs ja auch erst mal etwas müder, aber zumindest auf einem stabilen Level, anstatt starken Schwankungen)... dann weg sein.

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