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Freitag, 11. Oktober 2013

Kasein und Schizophrenie/Selbstbewusstsein

Aus der Schizophrenie-Behandlung ist bekannt, dass die Symptome bei Absetzen von Getreide- und Milchprodukten oft nachlassen bis ganz abklingen.

Bekannt geworden sind in den letzten Jahrzehnten ja auch die Exorphine in beiden, d.h. bestimmte Proteine, die im Körper je nach Verwertung und Darm in den Blutkreislauf und darüber ins Gehirn gelangen um dort an Rezeptoren anzudocken um eine opiate Wirkung auszulösen.

Bei sehr dafür anfälligen Personen kann dies zu mehr oder weniger starken Geisteskrankheiten führen.


Ich selbst stufte mich da hier auch immer als dafür anfälliger Kandidat ein, da ich meinte, die Auswirkungen der genannten Lebensmittel bei mir zu vermerken.

Im Laufe der Zeit, als Getreide und Milch von meiner täglichen Ernährung wegfielen, bemerkte ich eine zunehmende Klarheit im Denken und Fühlen. Ich hatte den Eindruck, viel freier zu sein.

Mein Selbstbewusstsein hat in den letzten Jahren sehr zugenommen.
Ich war in meiner Kindheit rückblickend betrachtet stärker angstgestört, dadurch sehr introvertiert, ja ein extremer Sozialphobiker.


Als ich nun die Tage den Käse in meine Ernährung wieder einführte, zeigte sich nun, dass er nach einigen Tagen, einer knappen Woche bei mir seine Wirkungen auf Denken und insbesondere Fühlen deutlich zeigt.

Ich gewinne den Eindruck, nicht mehr ich zu sein. Ich verschließe mich, ziehe mich zurück. Werde ängstlich. Mein Selbstbewusstsein schwindet analog mit der Fähigkeit zu "Fühlen"!

Heißt, ich verliere mein Gefühl für Empathie, bin generell kaum in der Lage zu fühlen. Verliere meine Ziele, verliere meine Meinung. Bin in den Kopf gezwungen, der Bauch wird abgeschaltet. Der Kopf hat die Aufgabe, ist gezwungen, den fehlenden Part, soweit ihm möglich, auszugleichen, was in keinster Weise natürlich möglich ist.

Ich könnte meinen, ich wäre bezüglich Bewusstsein um Jahre zurückgefallen - bin ich indirekt auch - ich bin wieder im Land der Gefühlsverrücktheit, der Welt des Wahnsinns eingetaucht. Ich fühle mich nicht geerdet, bin wohl ganz sicher "high"!

Da ich nie "High"-Drogen konsumiert habe, weiß ich nicht, ob es ein vergleichbarer Zustand ist, der Begriff selbst trifft es aber hervorragend.

Noch ein klein wenig verspüre ich in mir ein kleines Gefühl. Von Traurigkeit. Ein kleiner Rest vom "Ich" - dass noch weiß, dass es gerade tief, tief, eingesperrt wird in diesem Körper und nichts mehr zu sagen hat.

Der leblose Geist ohne Seele.


Genauso wie sich diese Wirkung eingeschlichen hat, werde ich daran tun, sie wieder auszuschleichen. Käse Adieu!

Mein Fazit: Für ein gesundes Selbstbewusstsein wie die Fähigkeit zu echter Liebe ist Käse tabu!
Getreide wohl ebenso, deren noch stärkeren Exorphine ich gar nicht erst versuchen mag.

Inwieweit die individuelle Anfälligkeit ist, weiß ich nicht.
Bei der allgemeinen Passivheit in unserer Gesellschaft - die mir gerade im abstinenten Zustand besonders und zunehmend auffiel - schätze ich sie aber doch sehr hoch ein.


Viele Grüße aus der Welt des Wahnsinns

Der Entwanderer

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