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Mittwoch, 22. Januar 2014

Der Strom des Flusses

Mal warst Du sehr einfach.
Vielleicht vor einigen Jahren.
Vielleicht vor einigen Leben.

Du schwammst mit dem Strom.
Warst Teil der Masse, des Flusses.
Schwammst im großen Hauptstrom.

Warst verbunden mit den anderen.
Nie allein.
Teil der großen Masse.
Und fühltest Dich sehr wohl.


Du machtest Erfahrungen.
Verändertest Dich.
Lerntest dazu.
Wurdest jemand anders.

Du fühltes Dich nicht mehr zugehörig.
Wurdest einsamer.
Schwammst gegen den Strom.
Warst stolz das zu tun.

Trafst andere, die gegen den Strom schwammen.
Ihr wenigen, aber gemeinsam spottetet Ihr,
gegen jene, die mit dem Strom schwammen.
Über jene, wo ihr einst selbst Teil wart.

Ja womöglich hasstest Du nun den Strom.
Beklagst Dich über den Strom.
Protestierst und kämpfst gegen den Strom.
Willst den Strom rückwärts strömen lassen.

Aber Du schafftest es nie.
Nicht mal ansatzweise.
Würdest es nie schaffen.
Unmöglich. Du littest sehr.


Du machtest Erfahrungen.
Verändertest Dich.
Lerntest dazu.
Wurdest jemand anders.

Du hörtest auf, gegen den Strom zu schwimmen.
Hieltest inne.
Schwammst auch nicht mehr mit dem Strom.
Lässt Dich vom Strom tragen, mitfließen.

Bist nicht mehr nur inmitten des Hauptstroms.
Findest Seitenströme, Randströme.
Fließt mal mitten, mal randwärts der Ströme,
mal unten, mal oben. Wie er Dich trägt.

Bist Mittler der Ströme.
Mittler der Schwimmer.
Bist zugleich einsam
und ein jeder ist Dein Freund.

Gehörst überall dazu.
Und nirgendwo.


Du machst ständig Erfahrungen.
Veränderst Dich wie der Fluß.
Lernst fließend dazu.
Formst Dich immer wieder anders.

Du bist jetzt zum Fluss geworden und fließt.

 

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