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Samstag, 1. März 2014

Ist es notwendig die Gründe und Ursachen von Emotionen oder Verletzungen herauszufinden?

Ich habe vor nicht all zu langer Zeit im Beitrag Schokolade als Wegweiser über eine Methode berichtet, um stecken gebliebene Emotionen, Blockaden zu lösen, indem wir unsere Aufmerksamkeit darauf richten und die Emotionen so reaktiviere, erleben, durchleben, verarbeiten und so letztlich auflösen.

Gestern fragte mich eine Freundin, ob es denn wichtig sei, den Grund der Emotionen zu erkennen, damit man die Emotionen mit "Verständnis" verarbeiten kann, ob dies nicht gar Voraussetzung dafür sei.

Die Antwort darauf ist eindeutig und einfach: NEIN.

Im Gegenteil, die Suche nach dem Verständnis kann nämlich bestenfalls nur guten Unterhaltungswert bieten, sonst ein reines Ablenkungsmanöver darstellen, einen Grund zu finden, den Schmerz, die Emotionen nicht vollständig zuzulassen, solange man ja noch nicht "alles verstanden" hat. Dieses Problem mag dann auftreten, wenn man glaubt, für das Erleben der Schmerzen einen "guten Grund" zu brauchen. Oder andere Ausreden. Einfach sich (sich selbst an)vertrauen und zulassen... bringt die Lösung.

Es gibt hier nichts zu verstehen. Blockierte Schmerzen haben ihre Wurzel nicht Kopf, nicht in Gründen sondern im Bauch. Gedanken aus dem Kopf, dem grauen Brei in der Birne, können lediglich bestimmte Emotionen und Blockaden anstupsen. Man sagt dazu auch "Knöpfe" drücken. Das ist letztlich nichts anderes, als die Emotionen wieder in Fahrt zu bringen. Wenn dies jedoch geschieht, leiten wir nicht all zu selten "Gegenmaßnahmen" ein - Ablenkungen aller Art. Oder wir steigern uns noch tiefer hinein, machen aus Fliegen Elefanten und speisen mit all diesen Methoden im ungünstigsten Fall die Blockade.

Daher ist es lediglich notwendig, die Schmerzen bzw. Gefühle einfach zuzulassen. Es kann sogar sein, dass man sich als reiner Beobachter erfährt. Da liegt der Körper, weint, wimmert... unscheinbar... oder es laufen lediglich in der Stille die Tränen, der Körper zuckt... es kann sehr subtil in kleinen, kaum bemerkbaren Päckchen ablaufen.

Ja, so einfach ist das. Die größte Herausforderungen für einen jeden dürfte tendenziell jene sein, die Emotionen einfach zuzulassen. Einfach zulassen. Lassen. Man könnte auch sagen, die Emotionen los zu lassen. ;-)

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