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Samstag, 14. Juni 2014

Auf dem Weg zum Mann: Das Handwerk

Nachdem ich nun viel mit Ernährung zu tun hatte, lernte, wie ich brav meinen Gemüsebrei essen kann, wird es Zeit, erwachsen(er) zu werden. ;-)

Aufgewachsen mit der rechten Hand, obwohl ich Linkshänder war (d.h. praktisch alles mit rechts getan) lebte ich ein Computer-Dasein. Später kam das Naturinteresse hinzu, auch mal Gärtnern. Dann mal Stricken. Irgendwie sehr weiblich.

Aber so richtig handwerken, mal richtig männlich, das wollte nachgeholt werden. :-P

Ein Umzug war Anlass und Inspiration zugleich, hier tief einzusteigen. Denn es muss und mag einiges renoviert werden.

Werkzeuge geordert, Urlaub und los...

Ich habe die Tage zum einen einen guten alten Massivholztisch, vermutlich aus Buche, mit meinem tollen, neuen Schwingschleifer abgeschliffen, danach mit Leinölfirnis und Orangenöl eingeölt und mit Carnaubawachs gewachst. Sieht nicht nur wieder toll aus der Tisch, sondern riecht jetzt auch noch angenehm. 

Dann habe ich einen kleinen Tisch komplett selbst gezimmert und dabei verschieden Techniken angewandt - Schleifen, Schrauben, Dübeln, Sägen.  Damit konnte ich so meine Werkzeuge ausgiebiger mit einem Kleinprojekt testen.

Dafür, dass ich sonst praktisch nie mit Elektrowerkzeugen hantiert hatte, bin ich auf das Ergebnis sehr stolz. Künftig werde ich Möbel aber wohl komplett dübeln. Ich erwäge, mir alle - bzw. viele Möbel selbst zu bauen, evtl. auch gebrauchte Massivmöbel zu restaurieren/umzubauen.

Dank seiner größe kann er sowohl als Tisch wie Stuhl dienen. Aktuell steht er im Eingangsflur, um dort als Ablage zu dienen. Er muss noch geölt und gewachst werden. Die Füße hatte ich bereits vorgeölt, da noch vom anderen Ölen ein Rest übrig blieb und verbraucht werden sollte und wollte.


Sonst war ein Zimmer sehr renovierungsbedürftig und sollte daher mein Expriment-Zimmer für Farben, etc. werden. Letztlich habe ich hier bisher nur meine ersten Tapeten entfernt, die tlw. sehr schwer abging, da mehrlagig. Insbesondere die Ur-Tapete, so nenne ich sie mal, die schon um die 50 Jahre dort hing, war sehr zäh.

Als ich dann testweise eine Kasein-Grundierung auftrug, zeigte sich, dass diese ebenso hervorragend geeignet war, um die bombenfeste Tapetenreste auch noch vollständig zu entfernen.
Beim "normalen" Tapetenentfernen habe ich etwas herumprobiert. Letztlich habe ich die Tapete vertikal in ca. 15-20cm Abständen mit einem Cutter-Messer (auch ugs. Teppichmesser) angeritzt, danach mit einem Wischmop das Wasser, dem ich einen Spritzer Geschirrspülmittel beifügte (reduziert die Oberflächenspannung des Wassers, dann löst es besser die Tapeten ab) auf die Tapeten aufgetragen. Einwirken lassen (was automatisch geschieht, wenn man eine Wand macht und danach wieder nässen. Das ganze je nachdem ca. 3-4 mal wiederholen. Die Tapete löst sich dann tlw. schon von selbst von der Wand. Dann habe ich die geschnittenen Streifen leicht von unten nach oben abziehen können.

Danach habe ich Stellen, an denen der Putz weggebröselt war oder beim Tapetenabzug abbröselte, verspachtelt. Anschließend habe ich die Kaseingrundierung aufgetragen und letzte Tapetenreste entfernt. Die Grundierung ist erst im halben Raum aufgetragen, mehr folgt die Tage.

Mein toller Akkuschlagbohrschrauber hatte auch mit dem Rührquirl keinerlei Probleme um Spachtel und Grundierung anzurühren.

Im Garten habe ich bereits etwas Unkraut aus Blumenbeet und "Baumbeet" entfernt.

Achja, ich hab noch meine ersten Steindübel platziert... und mit dem lieben Akkubohrer auch mühelos in den Stein gebohrt, auch mit abgeschaltener Schlagfunktion funktionierte es bereits sehr gut.

Mit übriger Spachtelmasse habe ich auch noch die vielen alten Dübelöcher, Löcher vielzähliger entfernter Nägel, gefüllt. Die Wohnung war davon regelrecht übersäht, wie man auch über und unter meinem Holzkleider-Aufhang sehen kann. Ja, ich mag das Holz...

Kommentare:

  1. Die beiden Tische sehen echt super aus. Vor allem der großte Esstisch gefällt mir sehr.

    Da du jetzt auch handwerklich aktiv bist kann ich dir noch zwei Blogs empfehlen, bei denen du nützliche und interessante Artikel finden kannst:

    http://michael-hild.blogspot.de
    http://holzwerkerblog.de

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  2. Danke für das Lob.

    Die Blogs werd ich mir mal ansehen.

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