Navigation HTML

Freitag, 27. Januar 2017

Gespräche auf des Wesentliche bringen Fülle

Ich habe eine liebevolle Verbindung zu einem wunderbaren Menschen. Wir teilen Intimität, Nähe ein Maß an Vertrauen, dass noch wächst. Doch wir wohnen so weit auseinander, dass eine Begegnung in der regelmäßigen Spontanität nicht möglich ist.

So lebt der Kontakt viel auch auf der Telefonebene weiter. Mir fiel auf, dass wir in Zeiten, in der die Nähe des anderen besonders wünschenswert ist, beim Telefonat die Neigung zu viel mehr Oberflächlichkeit gegeben ist. Und zwar aus dem Grund, da es gar nicht so sehr um die Inhalte, als darum geht, dass man sich hört, sich damit eine Art Pseude-Ebene von Nähe erschafft. So wird der gesamte Alltag erzählt, mit zunehmend immer mehr unwichtigen Details.

Ich spüre, wie vor lauter Oberflächlichkeit es für Verwirrung sorgt. Der Blick auf das Wesentliche geht verloren, da es gleichverteilt mit einem Übermaß an Unwichtigen erzählt wird. Unser Gehirn nimmt alles gleichwichtig. Wir neigen zu vergessen, was uns wichtig ist. Der Filter wird durchlöchert, der Fokus wird findet keinen klaren Punkt. Wir gehen dann auch unbewusst viel weniger unseren Zielen nach. Bis gar nicht mehr. Wenn wir die Gespräche mit Leere Füllen, werden wir uns ebenso leer fühlen. Wenn der Großteil jedoch mit Wichtigem gefüllt wird, hat das Gespräch und damit unsere (Gedanken-)Welt Fülle. Wir beschäftigen uns tatsächlich mit den wichtigen Dingen.

Es geht nicht darum, sich nur um seine Ziele zu kümmern, sondern auch zielgerichtet zu kommunizieren. Letzteres hilft, überhaupt sich seiner Ziele, die immer neu sind, wir haben viele kleine Ziele im Alltag die unser Leben füllen, bewusst zu sein. Sind wir dies nicht, wissen wir oft nicht, was wir tun sollen. Wir tun leere Dinge. Das Leben wird letztlich leer.

Ziel ist es, das Unwichtige bewusst aus dem Leben zu lassen.

Das erfordert Mut und Vertrauen. Nicht um den Brei reden, direkt und fokussiert zum Ziel. Ja sagen, Nein sagen. Mit aktivem Bewusstsein sprechen. Denn auch das unbewusste Herunterplappern in Zombie-Manier - man weiß dabei eigentlich gar nicht, was man sagt, hört sich selbst nicht zu, weil man es selbst nicht interessant findet - und wird immer mehr Zombie. Denn das Nicht-Zuhören überträgt sich ebenso auf die wichtigen Dinge. Ein Nebel und Schleier tut sich auf. Eine Käseglocke entsteht.

Wir lernen:
- Sprich nur über Wesentliches, sonst halte die Klappe! Und sage das auch Deinem Gesprächspartner!
- Schweige bewusst wenn gerade nichts Wichtiges da ist, auch im Gespräch.
- Sprich über Dinge, die Dich ggf. aktuell auch emotional bewegen, mach hier keine Tabus. Wenn Du Lust über's Ficken zu sprechen hast, dann tu es in diesem Moment. Auch wenn dies ein scheinbar oberflächliches Beispiel ist - wenn es für Dich selbst gerade tatsächlich wichtig ist, ist es wichtig. Punkt.

Was ist Wichtig und was nicht?

Wichtig ist, was tatsächlich Bedürfnisse von Dir erfüllt, tiefe Bedürfnisse. Was Dich tatsächlich glücklich macht. Keine schnellen Ablenkungsmanöver. Sei grundehrlich zu Dir, dann wirst Du es herausfinden. Es BEWEGT Dich. Und was Dich beWEGt, schafft leicht neue WEGE, wenn Du es wagst ... WAGen (sowohl das Gefährt als auch der Mut, es zu tun) kommt von WEG. WAGen heißt, den WEG zu gehen, gar ihn überhaupt zu bauen.